Dimitrios Grammozis: Eine sehr bittere Stunde für alle Schalker

Nach der 0:1-Niederlage in Bielefeld am Dienstagabend (20.4.), die für den S04 den Gang in die Zweite Liga bedeutet, haben sich die Chef-Trainer beider Vereine sowie Gerald Asamoah, Koordinator der Lizenzspielerabteilung, zu den 90 Minuten und der aktuellen Situation der Königsblauen geäußert. schalke04.de hat die wichtigsten Aussagen notiert.

Dimitrios Grammozis

Dimitrios Grammozis:

Es ist eine sehr bittere Stunde für alle Schalker – für alle Fans und für alle Mitarbeiter, die tagtäglich alles für den Verein geben. Deshalb sind wir brutal enttäuscht, dass es jetzt die Gewissheit gibt, dass wir in die Zweite Liga müssen. Nicht heute ist dies besiegelt worden, sondern durch die Summe aller Spiele in dieser Saison. Für uns geht es in den verbleibenden Partien darum, dass wir uns vernünftig verabschieden. Wir werden kein Spiel abschenken, uns so gut wie möglich auf diese Aufgaben vorbereiten und noch mal alles geben, damit wir den Verein würdig in diesen letzten Spielen vertreten.

Jetzt müssen wir trotz dieser Enttäuschung nach vorne schauen und Jungs für den Verein gewinnen, die wissen, was Schalke bedeutet und was die Anforderungen sind. Wir werden alles dafür tun, dass, wenn die neue Saison losgeht, wir eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, auf die die Fans stolz sind, um mit dieser den Wiederaufstieg zu schaffen.

Frank Kramer:

Wir haben heute ein sehr intensives Spiel gesehen. In meinen Augen haben meine Jungs es kontrolliert gespielt, aber trotzdem eine sehr hohe Aggressivität an den Tag gelegt. Für uns war es wichtig, bei uns und unserem Plan zu bleiben. Das haben wir überragend gemacht. Wir hatten viele Ballgewinne, aus denen wir dann Chancen und Torabschlüsse kreieren konnten. Leider hat es eine Zeit lang gedauert, bis wir die Nase vorn reingebracht haben. Am Ende haben wir das Spiel aber hochverdient gewonnen. Jeder Sieg hilft uns im Kampf um den Klassenerhalt. Wir haben noch vier Spiele vor der Brust und wissen, dass wir für unser großes Ziel in jeder einzelnen Partie hart arbeiten müssen.

Jedem Fußballfan blutet das Herz, wenn so ein großer Traditionsverein mit so vielen Mitgliedern wie Schalke absteigt. Dass so ein Verein in der Zweiten Liga antreten muss, da tränen jedem Fußballfan die Augen. Gerald Asamoah kenne ich noch aus unserer gemeinsamen Zeit in Fürth. Ich habe nach dem Schlusspfiff versucht, tröstende und aufbauende Worte zu finden. Ich weiß aber, dass das nicht ganz einfach ist.

Gerald Asamoah:

Wenn man realisiert, dass es rechnerisch nicht mehr möglich ist, ist es brutal. Mir geht es in diesem Moment nicht gut und ich kann mir vorstellen, wie viele Schalker zu Hause vor dem Fernseher sitzen und weinen. Wir haben alle enttäuscht. Jeder, der in dieser Mannschaft war, muss sich hinterfragen. Das Emblem des FC Schalke 04 tragen zu dürfen, bedeutet sehr viel. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Typ bin, der immer positiv denkt. Ich weiß, was wir im Hintergrund für diesen Verein tun. Daher bin ich optimistisch, dass wir da wieder rauskommen. Es ist hart zu akzeptieren, dass wir im nächsten Jahr in der 2. Liga sind. Wir sind bereit und wissen, was auf uns zukommt.

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