Trotz fünf Siegen in Serie: Träumen verboten!

Hoffenheim, Leverkusen, Berlin, Mainz und nun auch Wolfsburg - die Ausbeute aus den vergangenen fünf Partien kann sich sehen lassen. „Wir haben 15 Punkte geholt und dabei nur ein Gegentor bekommen“, freut sich Christian Heidel über eine Serie von fünf Siegen in Serie, die den Knappen zuletzt unter der Regie von Huub Stevens in der Saison 2011/2012 gelungen war.

Jubel nach dem Sieg in Wolfsburg

Dass die Partie in der Volkswagen Arena phasenweise nicht unbedingt schön anzusehen war, bestreitet der Sportvorstand nicht. „Es ist nicht so, dass wir nach Hause fahren und sagen, alles ist top“, erklärt der 54-Jährige. Andersherum betont er aber auch: „Wir haben wieder einmal kaum etwas zugelassen und haben in meinen Augen nicht unverdient gewonnen.“

Christian Heidel: Im richtigen Moment zugeschlagen

Der Treffer des Tages fiel allerdings etwas glücklich. „Vor dem Tor wollte ich die Kugel einfach nur scharf in die Mitte bringen“, beschreibt Breel Embolo die Entstehung des 1:0. „Zum Glück für uns hat Robin Knoche ihn dann erwischt.“ Heidel meint, dass die Königsblauen dieses Tor auch ein Stück weit erzwungen haben. „Die Mannschaft hat es clever gemacht und am Ende im richtigen Moment zugeschlagen“, so der Sportvorstand.

Wir haben vor der Partie ein intensives Videostudium gemacht.

Ralf Fährmann

Dass die Wölfe zum Zeitpunkt des Eigentores nicht in Führung lagen, haben die Knappen Ralf Fährmann zu verdanken. Denn wie bereits im Vorjahr parierte der Schlussmann einen Strafstoß von Paul Verhaegh. Die erfolgreiche Abwehraktion sei kein Zufall gewesen, unterstreicht der Kapitän. „Wir haben vor der Partie ein intensives Videostudium gemacht, ich war dann am Ende der Glückliche, der den Strafstoß halten durfte“, berichtet der 29-Jährige. „Man kann sagen, dass ich die Ecke gewusst habe.“

Franco Di Santo: Noch nichts erreicht

Trotz des Sieges verfallen die Königsblauen aber nicht in überschwängliche Euphorie. „Wir haben überhaupt noch nichts erreicht“, unterstreicht Franco Di Santo. „Wir machen uns keine Gedanken darüber, wer vor oder hinter uns in der Tabelle steht. Es ist wichtig, dass wir jede Woche alles versuchen, um einen guten Job abzuliefern. Das funktioniert aber nur, wenn man von Spiel zu Spiel und nicht daran denkt, was in drei, vier, fünf Wochen sein könnte.“

Das sieht auch Heidel so. „Wir müssen weiter konzentriert zu Werke gehen“, fordert der Sportvorstand. Beim Blick auf die Tabelle sagt er: „Jeden einzelnen unserer 49 Punkte haben wir uns hart erkämpft. Es ist aber schön, wenn man zum jetzigen Zeitpunkt so viele Zähler auf dem Konto hat und weiß, dass man spielerisch noch Luft nach oben hat. Insgesamt sehe ich uns auf einem sehr guten Weg.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

David Wagner

David Wagner: Der Situation stellen und zeigen, dass wir es besser können

Im Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin am Sonntag (7.6.) wollen die Königsblauen ihre Durststrecke in der Bundesliga endlich beenden. „Das Ziel ist eindeutig, wir müssen punkten in diesem Spiel“, sagt Chef-Trainer David Wagner im Vorfeld des Duells mit den Köpenickern.

Urs Fischer, Union Berlin

1. FC Union Berlin: Motorstottern kurz vorm Ziel

Als erstmaliger Aufsteiger in die Bundesliga war das Saisonziel für Union Berlin vor Beginn der Spielzeit klar: Einzig der Klassenerhalt zählt. Nach einer mit 20 ergatterten Zählern überaus ordentlichen Hinrunde, Derbysieg gegen Hertha BSC inklusive, ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze zuletzt peu à peu geschmolzen.

Rabbi Matondo

Auf Schalke TV: Rabbi Matondo über vergebene Möglichkeiten und neue Chancen

Seit dem Restart der Bundesliga kam Rabbi Matondo in allen vier Begegnungen zum Einsatz. Einen Punktgewinn konnte der Waliser dabei ebenso wenig bejubeln wie einen eigenen Treffer. „Ich hatte einige gute Möglichkeiten, habe aber leider nicht getroffen“, ärgert sich der Waliser, der seinen Gegenspielern mit seiner Schnelligkeit nicht nur einmal enteilen konnte.

Sascha Riether

Sascha Riether: Die Dinge werden knallhart angesprochen

Die Königsblauen wollen den andauernden Negativlauf am kommenden Sonntag (7.6.) im Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin endlich stoppen. Sascha Riether betont, wie wichtig ein Erfolgserlebnis für die Mannschaft wäre, um für den restlichen Saisonverlauf neues Selbstvertrauen zu tanken.