Viel Aufwand, viel zu wenig Ertrag

Nach drei Pflichtspiel-Siegen in Serie hat es die Knappen am Samstag (20.10.) wieder erwischt. Gegen Werder Bremen unterlag der S04 mit 0:2. Spieler und Verantwortliche waren sich einig: Die Effizienz vor dem Tor hat an diesem Tag einmal mehr den Unterschied ausgemacht.

„Bremen hat mit drei Schüssen zwei Tore erzielt, wir hatten dafür umso mehr Möglichkeiten, die wir aber nicht genutzt haben“, sagt Omar Mascarell in der Nachbetrachtung auf die 90 Minuten gegen die Grün-Weißen. Der Mittelfeldspieler erklärt, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit sichtbar Probleme hatte, sich Chancen zu erspielen, sie es in den zweiten 45 Minuten aber deutlich besser gemacht habe. „Aber dann du musst auch Tore erzielen“, so der Spanier, der dennoch positiv bleibt: „Wir müssen weiter an uns glauben, denn wir haben super Spieler.“

Mit fünf Treffern aus acht Bundesliga-Spielen liegen die Knappen in diesem Bereich weit hinter ihren Erwartungen zurück. Das sieht auch Christian Heidel so. „Wir schießen momentan zu wenig Tore, das ist das Hauptdefizit in unserem Spiel“, sagt Schalkes Sportvorstand, der zugleich betont, dass es in der jetzigen Situation erst einmal darum gehe, aus der unteren Tabellenhälfte herauszukommen. „Dafür müssen wir effizienter werden“, weiß Heidel, und spricht damit das größte Problem im Match gegen Werder an. Trotz zahlreicher sehr guter Chancen wie durch Amine Harit, Guido Burgstaller oder Mark Uth blieben die Knappen ohne Torerfolg. Darüber ärgert sich auch Guido Burgstaller. „Wenn du selbst keine Tore schießt, kannst du kein Spiel gewinnen“, sagt der Österreicher. „Bremen macht aus seinen wenigen Möglichkeiten dafür zwei Tore.“

Chancen wieder nutzen, enge Spiele für sich entscheiden

Es ist ein Muster, das sich in dieser Spielzeit aus königsblauer Sicht zu häufig wiederholt. „Wir hatten in dieser Saison sechs 50:50-Spiele, in denen es in die eine oder in die andere Richtung hätte ausgehen können. Und davon haben wir nur das gegen Mainz gewonnen. Das müssen wir stoppen“, fordert Christian Heidel. „Diese Quote war in der Vorsaison anders, weil wir unsere Chancen besser genutzt haben. Wir hätten dieses Spiel nicht verlieren müssen.“

Wir dürfen nicht zulassen, dass uns diese Niederlage ausbremst.

Domenico Tedesco

Domenico Tedesco ordnet die Niederlage dennoch als verdient ein, da Bremen reifer und effizienter agierte. „Wir dürfen nicht zulassen, dass uns diese Niederlage ausbremst, weil wir eigentlich gut unterwegs waren“, betont der Schalker Chef-Trainer. „In dieser Phase mit sieben Spielen in 23 Tagen wäre das fatal.“

Bereits am kommenden Mittwoch (24.10., 21.00 Uhr) sind die Knappen wieder im Einsatz. Am 3. Spieltag der Champions League trifft der S04 auswärts auf Galatasaray Istanbul. „Es wird ein sehr schweres Spiel“, weiß Omar Mascarell, der das Positive am prall gefüllten Terminkalender sieht: „In so einer Situation wie unserer ist es gut, viele Partien in Folge zu haben.“

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