Rückpass

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50 Jahre Parkstadion: Festtagsstimmung

„Wenn Sie nicht alles sofort gefunden haben, seien Sie dem FC Schalke 04 nicht böse“, charmebolzt Stadionsprecher Werner Hansch mit sonorer Stimme ins Mikrofon. Doch sie haben alles gefunden – zumindest den Weg. Rund 60.000 Menschen strömen am 4. August 1973 zur Premiere in beeindruckender Kulisse. Die vier imposanten Flutlichtmasten rücken das Eröffnungsspiel wahrlich ins rechte Licht. Feyenoord Rotterdam ist zu Gast im Intertoto-Cup. Aber Fußball ist an diesem Samstagabend Nebensache, der eigentliche Star: das Parkstadion.

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Vor 22 Jahren: Plötzlich Titelaspirant

„Das war die bitterste Niederlage der Saison“, gibt Chef-Trainer Huub Stevens im Rückblick auf die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern am Betzenberg in der Saison 2000/2001 zu. Die Königsblauen können das Rückrundenduell am 28. Spieltag deshalb gleich aus zwei Gründen kaum erwarten: Mit einem Sieg wollen sie auf Spitzenkurs bleiben und sich gleichzeitig angemessen für einen Skandal revanchieren.

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Vor elf Jahren: Pappnasen, alles Pappnasen

Perspektivfrage: Aus heutiger Sicht ist der Blick auf die Tabelle vor dem 25. Spieltag der Saison 2011/2012 traumhaft. Der S04 auf Platz vier, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt, und mit vier Punkten Vorsprung auf Verfolger Bayer 04 Leverkusen. Doch eben erst setzte es eine 1:2-Niederlage beim SC Freiburg. Chef-Coach Huub Stevens bittet sein Team zur Krisensitzung, bevor in der Englischen Woche der FC Twente im Europa-League-Achtelfinale wartet.

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Vor 16 Jahren: Große Erwartungen

Titelträume auf Schalke: Das verdeutlicht schon der Kartenvorverkauf, bei dem insbesondere das Spiel gegen den DSC Arminia Bielefeld gefragt ist. Warum? Es ist der letzte Heimspielgegner 2006/2007, und die Königsblauen hoffen, am 34. Spieltag ihren achten Deutschen Meistertitel feiern zu dürfen. Ein Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt beim Rückrundenstart soll den Grundstein dafür legen.

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Vor 15 Jahren: So gut wie weg

Man glaubt’s kaum: Rund um die Partie gegen Werder Bremen am 28. Spieltag im Weserstadion tobt auf Schalke die Trainerdiskussion. Das Spitzenspiel ist sportlich brisant. Der Tabellenzweite S04 trifft auf seinen Verfolger, der auf Rang vier nur einen Punkt zurückliegt. Voller Fokus im Kampf um die Königsklasse. Doch stattdessen lautet die alle elektrisierende Frage am Berger Feld, wann sich der Verein von Chef-Coach Mirko Slomka trennt. Noch nicht einmal mehr: ob!

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Vor 47 Jahren: Unter falscher Flagge

Immer eine Reise wert ist Berlin aus Schalker Sicht lange Zeit nicht. In den ersten zehn Bundesligaspielen bei der Hertha im Olympiastadion setzt es ebenso viele Niederlagen. Vor dem Auswärtsspiel am Ende der Hinrunde der Saison 1976/1977 kommentiert Manager Günter Siebert gallig: „Mir kann Berlin gestohlen bleiben.“

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Vor 44 Jahren: Außen hui, innen pfui

Scheinriese: Der Blick auf die Tabelle wirkt gar nicht schlecht – Platz sechs. Und das, nachdem Schalke in der vergangenen Saison gegen den Abstieg gespielt hat. Aber es knirscht ordentlich im königsblauen Gebälk am 15. Spieltag vorm Stelldichein mit Aufsteiger Bayer Leverkusen. Der Trend zeigt nach unten.

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Vor 45 Jahren: Mehr Schein als Sein

„Steinigen Sie uns nicht.“ Mit diesem Appell richtet sich Chef-Coach Ivica Horvat an die Leser des Schalker Kreisels zum Derby am 15. Spieltag der Saison 1978/1979. Was ist geschehen, dass die Angst vor den eigenen Fans mächtiger ist als der Respekt vor dem Revierrivalen?

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Vor 22 Jahren: Fiiinaaaleee!

Es war ein Debakel – die 1:4-Klatsche gegen den FC Energie Cottbus am 20. Spieltag der Saison 2000/2001 hat Spuren hinterlassen. Der S04 muss die Tabellenführung dem FC Bayern München überlassen, rutscht damit auf Rang zwei und spürt den Verfolger-Atem dicht im Nacken. Die Situation verzeiht keine Fehler. Jetzt heißt es volle Konzentration auf den DFB-Pokal: Im Halbfinale müssen die Königsblauen den VfB in Stuttgart schlagen, um den Weg freizumachen für das große Ziel. 15.000 Schalker machen sich deshalb auf ins Schwabenländle, um die Königsblauen nach Berlin zu brüllen.

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Vor elf Jahren: Im Rausch

Nicht nur S04-Star Raul schwächelt seit dem Rückrundenstart leistungstechnisch, auch der Rest der königsblauen Truppe steckt im Formtief. Aktuelles Beispiel: das schwache wie glückliche 1:1-Unentschieden in der Europa League bei Viktoria Pilsen. Gut, dass der 22. Spieltag einen kleinen Motivationsschub für die Knappen bereithält: Felix Magath kehrt mit dem VfL Wolfsburg zum zweiten Gastspiel zurück. Nur her mir den Medizinbällen! Denn die Devise lautet: Alles auf Sieg.

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Vor 14 Jahren: Beziehungsstatus zerrüttet

Die von Chef-Trainer Fred Rutten propagierte Abkürzung ins internationale Geschäft über den DFB-Pokal entpuppt sich für den S04 als Sackgasse: Zweitligist 1. FSV Mainz 05 beendet das Vorhaben durch einen 1:0-Sieg im Viertelfinale. Es droht der Verlust der angepeilten Saisonziele. Krise, Schrottsaison – kleiner hat es der Boulevard nicht. Die Schalker Gemütslage darüber: angespannt.

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Vor sechs Jahren: Traumstart

Umbruch, Erneuerung, Neustart – viele vollmundig angekündigte Bestrebungen in diese Richtung gingen in die Hose. Nach sieben Jahren haben die Knappen 2017 erstmalig das internationale Geschäft verpasst, weshalb sich das Gastspiel von Chef-Trainer Markus Weinzierl auf eine Saison beschränkte. Wieder kein Heilsbringer. Aufbruchstimmung liegt trotzdem in der Luft und hat einen Namen: Domenico Tedesco. Schalkes nächster Neuer.