Domenico Tedesco: Ich habe keine Berührung gesehen

Die Punkteteilung in der VELTINS-Arena sorgte nach dem Schlusspfiff für Gesprächsstoff. Auf der Pressekonferenz blickte Domenico Tedesco unter anderem auf die Elfmeter-Entscheidungen zurück. Portos Coach lobte vor allem die Defensivarbeit seiner Mannschaft. In der Mixed Zone äußerten sich zudem Mark Uth und Naldo zum Geschehen. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.

Domenico Tedesco:

Wir sind ein bisschen enttäuscht über diesen Punkt. Denn ich finde, dass wir es von Beginn an grundsätzlich gut gespielt haben. Pressing, Gegenpressing, Mentalität, der Hunger auf zweite Bälle. Wir haben immer wieder versucht, die Bälle in den Rücken der Kette zu spielen, um für Torgefahr zu sorgen. Schon vor dem 1:0 hatten wir Chancen, um in Führung zu gehen. Nach dem Treffer waren wir ein bisschen passiv. Da hatten wir vielleicht auch etwas Luftprobleme bei den Stürmern, die super geackert haben. Es ist nicht immer ganz einfach, die gegnerischen Sechser so zuzustellen wie Mark und Breel es über 60 Minuten gemacht haben.

Das Gegentor dann auf eine solche Art und Weise zu bekommen ist am Ende einfach nur enttäuschend. Den ersten Elfmeter kann man geben. Der Ball springt direkt auf Naldos Hand. Das war eine 50:50-Entscheidung. Beim zweiten Strafstoß habe ich keine Berührung gesehen. Und wenn, dann nur minimal. Da kann man nicht auf den Punkt zeigen. Nichtsdestotrotz war das Spiel heute ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, ein positives Signal.

Sergio Conceicao:

Es ist uns gelungen, die Stärken Schalkes gut unter Kontrolle zu halten. Wie waren sehr gut organsiert in der Defensive und haben bis zum Gegentor kaum etwas zugelassen. Schalke ist ein Team, das sehr variabel agiert. Darauf waren wir eingestellt. Das 1:0 ist durch einen individuellen Fehler entstanden. Ich bin unterm Strich sehr zufrieden mit dem Spiel.

Mark Uth:

Es hat Spaß gemacht, erstmals mit Schalke in der Champions League zu spielen. Dennoch kann ich mich nicht so richtig darüber freuen. Wir haben als Mannschaft gut gearbeitet und sehr wenig zugelassen. Heute war es wichtig, dass wir Stürmer die Gegner vorne anlaufen und immer wieder die Sechser zustellen. Da war viel Laufarbeit gefragt und die haben wir erbracht. Wir haben diesmal auch unser Tor gemacht. Leider hat es trotzdem nicht gereicht. Ich habe gehört, dass der Elfmeter strittig war. Aber das liegt im Ermessen des Schiedsrichters. Es war unglücklich für uns, aber daran kann man nichts ändern. Ein Punkt in der Champions League ist in Ordnung, jetzt müssen wir uns wieder auf die Bundesliga konzentrieren. Gegen Bayern München müssen wir genauso viel investieren, viel laufen und kämpfen. Dann schauen wir, was dabei herauskommt.

Naldo:

Beim ersten Elfmeter war meine Hand aus meiner Sicht nicht so weit vom Körper entfernt, deshalb war es für mich kein Strafstoß. In der zweiten Elfmeter-Situation habe ich den Gegenspieler gar nicht berührt, der Schiedsrichter hätte also nicht auf den Punkt zeigen dürfen. Dennoch entschuldige ich mich bei meiner Mannschaft dafür, dass ich durch diese Szenen heute im Mittelpunkt stand. Mit der Leistung heute konnten wir an die letzte Saison anknüpfen, wir haben Moral bewiesen und gegen einen guten Gegner stark gekämpft. Die ganze Mannschaft hat sich an der Defensivarbeit beteiligt. Genau dies müssen wir auch am Samstag gegen Bayern München zeigen. Es war eine Leistung, die uns Selbstvertrauen gibt, ein Schritt in die richtige Richtung.

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