Domenico Tedesco: In schwerer Gruppe für das Achtelfinale qualifiziert

Froh über den Einzug in das Achtelfinale, aber enttäuscht aufgrund des Resultats in Porto. So lautete der Tenor am Mittwoch (28.11.) nach dem Schlusspfiff bei Chef-Trainer Domenico Tedesco sowie Daniel Caligiuri und Alessandro Schöpf. schalke04.de hat die Aussagen des Trios ebenso notiert wie die Analyse von Portos Coach Sergio Conceicao.

Domenico Tedesco:

Die erste Halbzeit war noch okay, da haben wir es geschafft, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten – bis auf die zwei Torschüsse, die Ralf Fährmann super gehalten hat. Wir haben im ersten Durchgang viele Eins-gegen-eins-Situationen nicht gewonnen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine schlechte Phase zu Beginn. Gegen solch einen starken Gegner bekommst du auf diesem Niveau dann direkt zwei Gegentore, die sicherlich vermeidbar waren. Wir haben nach dem 0:2 eine gute Moral gezeigt, auch die Einwechselspieler haben uns gut getan. Sebastian Rudy hat beispielsweise für viel Stabilität gesorgt. Mit ein bisschen Glück können wir vielleicht noch das 2:2 machen – aber in Summe haben wir gegen einen sehr starken Gegner hochverdient verloren. Die Spieleröffnung war heute schwierig, Porto hat super gepresst. Wir haben das Pressing bereits in den ersten zehn Minuten nicht überspielen können, weil sie uns direkt auf den Füßen standen. Danach hatten wir ein bisschen mehr Ballbesitz. Wir haben in der Offensive die entscheidenden Laufduelle zu häufig verloren. Uns hat die Durchschlagskraft auf den offensiven Positionen definitiv gefehlt.

Wir haben alles getan, um uns voll zu fokussieren und auszublenden, dass wir nach dem Spiel von Moskau bereits weiter waren. Die letzten 30 Minuten waren so, dass wir trotz des 0:2-Rückstands eigentlich „tot“ waren, sind aber dann doch noch mit dem 1:2 in der Schlussphase zurückgekommen. Wir haben uns in einer schweren Gruppe für das Achtelfinale qualifiziert – heute aber verdient verloren.

Sergio Conceicao:

Wir haben in der Halbzeitpause Korrekturen vorgenommen. In der zweiten Hälfte haben wir das gezeigt, was wir zeigen wollten. Wir sind nach dem Gegentor durch den Handelfmeter standhaft geblieben und haben uns mit einem dritten Tor belohnt. Der FC Porto ist ein großer Club, wir haben eine starke Mannschaft. Wir sind es zwar gewöhnt, die Gruppenphase zu überstehen, doch das schaffen wir nur dank der Einstellung und der harten Arbeit meiner Spieler.

Daniel Caligiuri:

Kurz nach dem Abpfiff ärgere ich mich trotz der Qualifikation für die K.o.-Runde sehr über die Niederlage. Wir wollten unbedingt gewinnen, auch wenn wir im Vorfeld wussten, dass Porto sehr viel Qualität im Team hat. In der ersten Halbzeit sind wir schwer ins Spiel gekommen, haben zum Schluss aber ein gutes Pressing gespielt und kaum etwas zugelassen. Nach der Pause haben wir uns dann aber einige individuelle Fehler geleistet. Das wurde bestraft. Insgesamt waren wir zu passiv, nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen. Deshalb ist Porto auch der verdiente Sieger. Wir wissen, dass wir im Achtelfinale stehen. Darüber dürfen wir uns sicherlich freuen. Aber noch bin ich enttäuscht, da wir den Gruppensieg nicht mehr schaffen können. Das war unser Ziel vor der Reise nach Portugal.

Alessandro Schöpf:

Wir wussten vor dem Anpfiff, dass uns die Qualifikation für das Achtelfinale nicht mehr zu nehmen ist. Trotzdem wollten wir in Porto unbedingt gewinnen. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben uns offensiv sehr schwergetan und kaum Chancen herausgespielt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir gegen einen sehr starken Gegner mit einer stabilen Defensive gespielt haben. In den kommenden Spielen müssen wir uns wieder mehr Möglichkeiten erarbeiten.

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