Domenico Tedesco: War nur eine Frage der Zeit

Nach dem späten Siegtreffer seiner Mannschaft in der RZD Arena strahlte Domenico Tedesco. Auf der Pressekonferenz nach dem Duell blickte der Chef-Trainer auf seinen allerersten Champions-League-Sieg zurück. Juri Sjomin, Coach von Lokomotive Moskau, analysierte ebenfalls die 90 Minuten. Auch drei Spieler der Königsblauen äußerten sich zum Geschehen - unter ihnen Torschütze Weston McKennie. schalke04.de hat alle Aussagen notiert.

Domenico Tedesco:

Das Tor war in der zweiten Halbzeit nur noch eine Frage der Zeit. Wir haben viel Druck gemacht, waren dominant. Weston McKennie hat sich mit seinem Treffer für ein gutes Spiel belohnt. Er ist zwar nicht der Größte, hat aber eine gute Sprungkraft und einen zielgerichteten Kopfball.

In der Champions League ist es auswärts noch einen Tick schwieriger, da man längere Reisen bestreitet. Wir haben die Aufgabe insgesamt gut gelöst. „Loko“ hat eine erfahrene, eine clevere Mannschaft. Deshalb sind wir sehr zufrieden, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Denn im ersten Durchgang war es manchmal brenzlig. Erfolgserlebnisse wie gegen Mainz und jetzt in Moskau tun uns gut, die haben uns gefehlt. Diese Siege, beide ohne Gegentor, hat sich die Mannschaft erarbeitet.

Juri Sjomin:

Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gezeigt. Vor der Pause haben wir gut gespielt und auch Chancen, um ein Tor zu erzielen. Im zweiten Durchgang war Schalke besser. Das späte Gegentor ist ärgerlich. Da haben wir nicht gut verteidigt. Es war unser Fehler, dass wir verloren haben.

Weston McKennie:

Es ist ein Traum, wirklich geil. Eigentlich treffe ich wirklich nicht häufig, heute hat es aber mal geklappt, was mich natürlich freut. Wir hatten die Partie nach der Pause im Griff und uns dadurch belohnt. Der Torjubel mit Salif Sané war nicht geplant, aber wir beide begrüßen uns fast täglich mit diesem Handshake und haben es dann auch direkt nach dem Treffer gemacht. Die Erleichterung ist groß, wir sind happy. Aber es geht so schnell, dass wir jetzt schon wieder an das kommende Spiel denken müssen, schließlich haben wir in der Bundesliga noch Nachholbedarf. Heute haben wir gemeinsam gewonnen. Das ist sicher nicht allein mein Verdienst.

Mark Uth:

Wir sind sehr glücklich über den Sieg und haben uns das mit einer besseren Leistung nach der Pause verdient. In den ersten 45 Minuten war unsere Leistung nicht gut. Dann haben wir besseren Zugriff gehabt und Chancen erspielt. Was meine persönliche Situation betrifft, müssen sich die Fans noch etwas gedulden, bis es mit dem ersten Treffer klappt. Ich hatte erneut ein paar Möglichkeiten, habe gearbeitet, aber es soll wohl noch nicht sein. Ich werde weiterhin alles tun und an mir arbeiten, damit es bald klappt.

Naldo:

Wir haben das in der zweiten Hälfte deutlich besser gemacht. Der Trainer hat in der Pause auf einige Dinge hingewiesen. Das Umschaltspiel war dann effektiver. Ich freue mich für Weston, er arbeitet hart, um sich täglich zu verbessern. Man merkt einen Fortschritt in seinen Leistungen, jetzt belohnt er sich auch noch mit einem Treffer. Er ist wichtig für unser Team. Der Erfolg gegen Mainz hat uns etwas Druck von den Schultern genommen, sodass wir freier als zuvor aufspielen konnten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

Galatasaray Istanbul, Jubel

Galatasaray und Moskau jubeln spät, Porto unterliegt im Topspiel

Zwei Champions-League-Gegner der Königsblauen hatten am Wochenende Grund zur Freude, ein Königsklassen-Kontrahent war nach dem Schlusspfiff enttäuscht. schalke04.de fasst die Auftritte von Galatasaray Istanbul, Lokomotive Moskau und dem FC Porto zusammen.

181004_mckennie

Lob von allen Seiten für den Matchwinner

Es hätte kaum einen besseren Zeitpunkt für das allererste Pflichtspieltor von Weston McKennie geben können. Beim 1:0-Sieg bei Lokomotive Moskau köpfte der US-Amerikaner am Mittwoch (3.10.) in der 88. Minute den umjubelten Siegtreffer, für den er nach dem Schlusspfiff viel Lob von allen Seiten erntete.

181003_mckennie

Weston McKennie köpft Königsblau zum Sieg in Moskau

Später Jubel in Moskau! Der FC Schalke 04 hat am Mittwoch (3.10.) sein Champions-League-Spiel bei Lokomotive Moskau mit 1:0 für sich entschieden. Der Siegtreffer fiel dabei in der 88. Minute. Weston McKennie war nach einem Eckball von Yevhen Konoplyanka zur Stelle und drückte die Kugel mit dem Kopf in die Maschen.

Daniel Caligiuri

Daniel Caligiuri: Freue mich auf das Wiedersehen mit Bene

Groß war die Erleichterung bei Daniel Caligiuri nach dem 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05. „Wenn du gewinnst, bist du im Training automatisch besser gelaunt“, berichtet der Mittelfeldmann. Zwar sei die Stimmung auch nach fünf Niederlagen nicht vollends im Keller gewesen, trotzdem „ist das Gefühl gleich ein ganz anderes. Nichtsdestotrotz wissen wir alle, dass wir weiter hart arbeiten müssen. Denn wir können noch besser spielen.“