Iker Casillas bricht auf Schalke einen Champions-League-Rekord

Der FC Porto kehrt an „einen magischen Ort“ zurück, gewann er doch auf Schalke in der Saison 2003/2004 das Endspiel der Champions League gegen die AS Monaco mit 3:0. Für Iker Casillas, der damals noch nicht zum Aufgebot der „Drachen“ zählte, wird die Partie allerdings aus einem anderen Grund eine ganz besondere. Der Schlussmann wird in der VELTINS-Arena Champions-League-Geschichte schreiben.

Der 37-Jährige startet als erster Akteur überhaupt in seine 20. Saison in der Königsklasse. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Casillas, der am 15. September 1999 im Trikot von Real Madrid sein Debüt in der Champions League gefeiert hatte. „Wichtiger als der Rekord sind für mich aber die drei Punkte, die zu vergeben sind. Meine Konzentration gehört zu 100 Prozent der Aufgabe gegen den FC Schalke 04“, unterstreicht Casillas, in dessen Vita drei Titel in der Königsklasse zu finden sind.

Wege von Casillas und S04 kreuzten sich mehrfach

Die VELTINS-Arena ist für den Spanier kein unbekanntes Stadion. Mit Real Madrid war er bereits zweimal zu Gast in Gelsenkirchen und hütete auch am 10. März 2015 beim bislang letzten Schalker Auftritt in der Champions League – dem 4:3-Sieg im Estadio Santiago Bernabeu – das Tor des Gegners.

Seit der Saison 2015/2016 zählt der fünfmalige Welttorhüter zum Aufgebot des FC Porto, mit dem er nach eigener Aussage „große Ziele“ auf europäischer Bühne verfolgt. „Unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen. Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben, um die K.o.-Runde zu erreichen.“

Sergio Conceicao: S04 ist sehr variabel

Portos Trainer Sergio Conceicao meint zur Gruppe mit seinem Team, den Knappen, Lokomotive Moskau und Galatasaray Istanbul: „Wir sind aufgrund unserer Historie sicherlich ein bisschen der Favorit. Das wollen wir auch bestätigen.“ Der Coach, der auch als Spieler einige Jahre für den FC Porto am Ball war, dürfte vielen deutschen Fußballfans vor allem aufgrund der Europameisterschaft 2000 noch ein Begriff sein. Denn im letzten Gruppenspiel erzielte er beim 3:0-Sieg Portugals gegen die DFB-Elf alle drei Treffer in Rotterdam. Das Ergebnis besiegelte damals das Vorrundenaus für Deutschland.

Heute, 18 Jahre später, hat Conceicao eine sehr hohe Meinung vom deutschen Fußball. „In der Bundesliga zu spielen ist nicht einfach, da die Liga sehr stark und ausgeglichen ist“, sagt er und ahnt: „Schalke wird uns das Leben sehr schwer machen. Sie sind nicht umsonst Vizemeister geworden.“

Ebenso wie Domenico Tedesco hat auch Conceicao seinen Kontrahenten genauestens unter die Lupe genommen. „Schalke wechselt sein System auch während der Spiele“, erklärt der Porto-Coach. „Unser Gegner ist sehr variabel, hat viel Dynamik in seiner Mannschaft – das trifft aber auch auf uns zu. Ich freue mich daher auf ein sehr interessantes Spiel.“

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