Kämpferisch alles reingehauen: Leistung gegen Porto gibt neues Selbstvertrauen

Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung errangen die Königsblauen zum Champions-League-Auftakt am Dienstag (18.9.) einen Punkt gegen den FC Porto. Breel Embolo traf beim 1:1-Unentschieden in der VELTINS-Arena für den S04, Otavio per Strafstoß für die Gäste. Die Elfmeter-Entscheidung des spanischen Schiedsrichters sorgte für reichlich Diskussionen.

Ralf Fährmann: Das ist brutal

Für einen Moment wurden Erinnerungen an das Achtelfinal-Rückspiel in Porto vor gut zehn Jahren wach. Denn als Alex Telles in der 13. Minute einen durch Naldo unglücklich verursachten Handelfmeter aufs Tor brachte, war es einmal mehr ein Schalker Keeper, der mit einem starken Reflex den Gegentreffer verhinderte – nur dass dieser dieses Mal nicht Manuel Neuer, sondern Ralf Fährmann hieß. „Natürlich gibt das einen Push für die Mannschaft“, sagt Schalkes Kapitän zu der Szene, der aber die Teamleistung in den Vordergrund rückt. Die Mannschaft habe sich von der ersten Sekunde an viel vorgenommen, am Match-Plan festgehalten und ein sehr gutes Spiel absolviert, so der Schlussmann, der seinen dritten Elfmeter in Folge hielt.

Beim vierten gegnerischen Strafstoß des Jahres 2018 war aber selbst Fährmann machtlos. Portos Otavio nutzte einen fragwürdigen Pfiff des spanischen Schiedsrichters Jesus Gil Manzano und glich Breel Embolos Führungstreffer (64.) nur elf Minuten später aus. „Das ist brutal“, sagt Fährmann, der die Schuld am letztlich unzufriedenstellenden Spielausgang aber nicht beim Schiedsrichter sucht. „Es passt momentan einfach zu unserer Situation. Wir sind derzeit nicht vom Glück geküsst.“

Die Mannschaft hat kämpferisch alles reingehauen. Mehr geht fast nicht.

Christian Heidel

Christian Heidel zeigt weniger Verständnis für den Elfmeterpfiff als Schalkes Nummer eins. „Die Szene vor dem zweiten Elfmeter habe ich mir wohl zehnmal angeschaut. Und ich kann immer noch nicht verstehen, wie man da auf Strafstoß entscheiden kann“, ärgert sich Schalkes Sportvorstand, der die Spieler ein bisschen um den Lohn ihrer Arbeit gebracht sieht. Für das Team findet er durchgehend lobende Worte. „Die Mannschaft hat kämpferisch alles reingehauen. Mehr geht fast nicht.“

Domenico Tedesco: Sind auf dem richtigen Weg

Nach drei Bundesliga-Niederlagen zum Auftakt lieferte der S04 gegen den portugiesischen Meister seine beste Saisonleistung ab. Chef-Trainer Domenico Tedesco ist zwar „ein bisschen enttäuscht“, dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, betont aber das Positive an den 90 Minuten. „Ich finde, dass wir es von Beginn an grundsätzlich gut gespielt haben. Pressing, Gegenpressing, Mentalität, der Hunger auf zweite Bälle. Wir haben immer wieder versucht, die Bälle in den Rücken der Kette zu spielen, um für Torgefahr zu sorgen“, analysiert der 33-Jährige, der seine Mannschaft auf dem Weg in die richtige Richtung sieht.

Ähnlich kommentiert Unglücksrabe Naldo, der beide Elfmeter verursachte, die Partie. „Mit der Leistung konnten wir an die letzte Saison anknüpfen, wir haben Moral bewiesen und gegen einen guten Gegner stark gekämpft. Die ganze Mannschaft hat sich an der Defensivarbeit beteiligt“, sagt der Abwehrchef, der bereits auf das kommende Spiel (22.9.) in der Bundesliga gegen den Rekordmeister und Tabellenführer vorausblickt. „Genau dies müssen wir auch am Samstag gegen Bayern München zeigen. Es war eine Leistung, die uns Selbstvertrauen gibt.“

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