Lob von allen Seiten für den Matchwinner

Es hätte kaum einen besseren Zeitpunkt für das allererste Pflichtspieltor von Weston McKennie geben können. Beim 1:0-Sieg bei Lokomotive Moskau köpfte der US-Amerikaner am Mittwoch (3.10.) in der 88. Minute den umjubelten Siegtreffer, für den er nach dem Schlusspfiff viel Lob von allen Seiten erntete.

„Ich hebe selten und eigentlich auch ungern einen Spieler heraus, aber Weston hat es überragend gemacht“, meint Christian Heidel. „Deshalb freue ich mich riesig für ihn, dass er das entscheidende Tor erzielt hat und sich und damit auch die Mannschaft belohnen konnte.“

Dass McKennie zum entscheidenden Mann in der RZD Arena avancieren könnte, hatte der Sportvorstand der Königsblauen bereits erahnt. „Man hat während des Spiels schon bei den Defensivkopfbällen gesehen, dass Weston die Sprungfedern dran hatte“, sagt Heidel. „Den Treffer hat er am Ende dann einfach überragend erzielt.“

Weston hatte die Sprungfedern dran.

Christian Heidel

Auch für Domenico Tedesco war das Tor keine riesengroße Überraschung. „Weston ist zwar nicht der Größte, hat aber eine gute Sprungkraft und einen zielgerichteten Kopfball“, lobt der Chef-Trainer. Der Torschütze selbst schwärmt, dass „dieser Tag einer der größten Momente in meiner bisherigen Karriere ist. Es ist ein Traum, in der Champions League zu spielen und dann auch noch zu treffen.“

Bei Standards nicht so im Fokus der Gegner

Bei seinem Tor hatte der Mittelfeldmann nicht nur ein gutes Timing, sondern auch einen kleinen Vorteil, wie er beschreibt. „Vielleicht kommt mir auch zugute, dass bei Standardsituationen eher Naldo und Salif Sané aufgrund ihrer Größe im Fokus der gegnerischen Defensive stehen“, so McKennie.

Mark Uth meint: „Weston war nach der Pause der überragende Mann auf dem Platz!“ Auch Naldo freut sich mit dem Torschützen. „Weston arbeitet hart, um sich täglich zu verbessern“, erklärt er. „Man merkt einen Fortschritt in seinen Leistungen, jetzt belohnt er sich auch noch mit einem Treffer. Er ist wichtig für unser Team.“

Der Jubel im Anschluss an den Treffer – eine Begrüßungszeremonie aus dem Film „Black Panther“ – sei übrigens nicht geplant gewesen. Auch wenn es so aussah. „Salif und ich begrüßen uns fast täglich mit diesem Handshake und haben es dann auch direkt nach dem Treffer gemacht“, berichtet McKennie, der den Blick kurz nach dem Abpfiff bereits wieder nach vorne richtete. „Es geht so schnell, dass wir jetzt schon wieder an das kommende Spiel denken müssen.“ Gegen eine Wiederholung am Samstag (6.10.) in Düsseldorf hätte sicherlich kein Schalker etwas einzuwenden. McKennie: „Ich bin heiß auf das Spiel. Schließlich haben wir in der Bundesliga noch Nachholbedarf.“

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