David Wagner: Spielidee unabhängig vom Gegner durchdrücken

Es wird wieder ernst für die Knappen: Mit dem DFB-Pokalspiel bei der SV Drochtersen/Assel am Samstag (10.8., 15.30 Uhr) startet der S04 in die Pflichtspielsaison 2019/2020. Chef-Trainer David Wagner blickt der Partie gegen den Regionalligisten mit Spannung entgegen.

„Das Gefühl ist total geprägt von Vorfreude. Wir haben alle zusammen extrem viel Lust, dass es losgeht“, sagt Wagner vor seinem ersten Pflichtspiel als Chef-Trainer des FC Schalke 04. Mit den bisher gezeigten Leistungen seiner Mannschaft in der Vorbereitung ist der 47-Jährige zufrieden. „Es funktioniert noch nicht alles, aber ich glaube, dass die Jungs Schritte in die richtige Richtung machen“, sagt Wagner.

Die Mannschaft sei offen für die Ideen des Trainerstabs und zeige totale Bereitschaft, weiter an sich zu arbeiten. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie Fehler machen dürfen“, betont der US-Amerikaner. „Es ist dann überhaupt kein Problem, wenn wir aus diesen schnell lernen und man uns nie den Vorwurf machen kann, dass wir nicht den Willen hatten, die Sachen anzugehen.“

Wagner benennt Gründe für Wahl der Kapitäne

Des Weiteren erklärt Wagner, wieso er sich für Alexander Nübel als Mannschaftskapitän sowie Benjamin Stambouli und Omar Mascarell als Stellvertreter entschied. „Sozialkompetenz ist sehr wichtig für mich. Zudem sollten sie im Verein sportlich anerkannt sein“, sagt der Chef-Trainer, der mehrere Kandidaten für diese Rollen geeignet sah. „Ich wollte ganz bewusst die ganze Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen“, verrät Wagner, denn es gehe darum, „die Komfortzone zu verlassen und Spieler wie beispielsweise Daniel Caligiuri und Guido Burgstaller zu unterstützen“.

Ich wollte ganz bewusst die ganze Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen.

David Wagner

Dass der Vertrag von Mannschaftskapitän Alexander Nübel im Sommer 2020 auslaufe, habe bei seiner Entscheidung keinerlei Rolle gespielt. „Alex hat nichts falsch gemacht. Wir sind sehr glücklich, dass er in dieser Saison bei uns im Tor steht, denn wir haben einen der besten Keeper Deutschlands bei uns im Team“, sagt Wagner. „Es gilt, diesen Jungen so gut es geht zu unterstützen. Er ist ein wahnsinnig guter Torwart und wir hoffen, dass er noch viele Jahre bei uns spielt.“

Leistung abrufen und in die nächste Runde einziehen

Natürlich sei auch die Causa Clemens Tönnies in den vergangenen Tagen ein Thema in der Mannschaft gewesen. Wagner betont, dass er die Meinung jedes einzelnen Fans respektiere, „aber es gibt einen Moment, in dem es nur noch darum geht, das Team zu unterstützen“, so der Coach. Die Mannschaft habe in Drochtersen „ein wahnsinnig interessantes und wichtiges Spiel“ vor der Brust, auf das sich das gesamte Team freue und voll fokussiere. „Unser größter Job ist es, am Samstag eine gute Leistung abzurufen und in die nächste Runde einzuziehen“, sagt Wagner und betont zugleich: „Es war auf Schalke immer eine große Stärke, in schwierigen Momenten Zusammenhalt zu zeigen.“

Caligiuri dabei, Raman-Einsatz offen

Mit welchem Personal die Königsblauen nach Niedersachsen reisen werden, steht noch nicht final fest. Daniel Caligiuri werde laut Wagner wieder zum Kader gehören, auch im Fall von Benito Raman, der nach einer am Dienstag (6.8.) im Training erlittenen Kapselbandverletzung im Sprunggelenk kürzertreten musste, bestehe Hoffnung auf einen Einsatz. „Sollte er am Freitag schmerzfrei trainieren, wird er mitreisen“, erklärt Wagner.

Für Alessandro Schöpf und Mark Uth reicht es hingegen noch nicht für einen Kaderplatz. Das Duo wird den Königsblauen genauso fehlen wie Rabbi Matondo, Ozan Kabak, Jonas Carls und Salif Sané. Letzterer ist erst am Dienstag wieder ins Training eingestiegen und wird nun sein eigenes Vorbereitungsprogramm absolvieren.

Die eigene Spielidee muss immer unabhängig vom Gegner sein.

David Wagner

Wagner, der sich einige Partien des kommenden Gegners angesehen hat, erklärt zudem, dass sich die Mannschaft auf die Partie bei der SV Drochtersen/Assel genauso wie auf jedes der folgenden Pflichtspiele vorbereiten werde. Für das Match am Samstag sei es wichtig, das eigene Spiel durchzudrücken. Eine Marschroute, die nicht nur für das Duell mit dem Regionalligisten gelte. „Natürlich verändern sich Nuancen, aber die eigene Spielidee muss immer unabhängig vom Gegner sein“, betont Wagner. „Das wollen wir am Samstag erstmalig unter Wettbewerbsbedingungen zeigen.“

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