Domenico Tedesco: Halbfinale fühlt sich gut an

Das selbst gesteckte Ziel hat Domenico Tedesco erreicht: der Coach steht mit seiner Mannschaft im Halbfinale des DFB-Pokals. Nach dem knappen Erfolg gegen den VfL Wolfsburg äußerte sich der Coach gemeinsam mit Gäste-Trainer Martin Schmidt zu den 90 Minuten in der VELTINS-Arena. schalke04.de hat die Aussagen der beiden Fußballlehrer notiert.

Domenico Tedesco:

Aus dem Hinspiel in der Bundesliga (1:1, Anm. der Redaktion) haben wir gelernt. In dieser Partie hatten wir viele Kräfte verloren und dann in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert. Heute haben wir das Zentrum gestärkt, die Räume eng gemacht und Druck auf den Gegner ausgeübt. Im ersten Durchgang haben wir es allerdings nach Burgis sehenswertem Führungstreffer verpasst, ein zweites Tor nachzulegen. Da haben wir uns nicht weiterentwickelt. Daran arbeiten wir. Dass dies eine Schwäche von uns ist, wissen wir.

Trotzdem bin ich am Ende glücklich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Wir haben verdient gewonnen, da die erste Halbzeit sehr gut von uns war. Jetzt unter den letzten vier Mannschaften im DFB-Pokal zu stehen, das fühlt sich gut an. Es sind noch drei schwere Gegner im Wettbewerb, auf die wir treffen können. Ein Wunschlos habe ich nicht.

Ab morgen gilt unser voller Fokus dann komplett dem FC Bayern. Das wird am Samstag wie jedes andere Spiel auch in der Bundesliga richtig schwer. Wir werden in der Allianz-Arena alles raushauen und versuchen, etwas aus München mitzunehmen.

Martin Schmidt:

Meine Mannschaft ist sehr traurig. Wir haben alles versucht und in der zweiten Halbzeit viel investiert. Nach dem Seitenwechsel wollten wir druckvoller agieren und haben dementsprechend auch offensiv gewechselt. Am Ende waren wir aber nicht zielstrebig genug, um weiterzukommen. Wir waren nicht oft genug in der gegnerischen Box. Schalke hat uns gut zugestellt. Letztlich war es am Ende zu wenig, um das Spiel noch zu drehen

Beim Gegentor in der zehnten Minute sind wir in einen Konter gelaufen, den wir nicht gut verteidigt haben. Nach dem Treffer haben wir zehn Minuten gebraucht, um uns zu fangen. Nach der Schalker Druckphase hatten wir ab Mitte der ersten Halbzeit dann aber auch unsere Aktionen. Mit etwas Glück geht der Schuss an die Latte von Yunus Malli vielleicht rein.

Wir müssen den Pokal jetzt aus dem Kopf streichen und uns komplett auf die Bundesliga konzentrieren. Abschließend wünsche ich den Schalkern alles Gute im DFB-Pokal.

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