Marko Pjaca kennt sich mit Pokalsiegen aus

Nach dem Schlusspfiff feierte die Nordkurve Guido Burgstaller minutenlang mit lautstarken Sprechchören. Diese hatte sich der Österreicher aber auch verdient, denn der Stürmer erzielte am Mittwoch (7.2.) gegen den VfL Wolfsburg das goldene Tor zum Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Über die Art und Weise, wie er den Ball in die Maschen beförderte, kann Christian Heidel nur staunen. „Das war aller Ehren wert. Den hätten nicht viele Stürmer so gemacht.“

Guido Burgstaller selbst berichtet, dass er eigentlich einen anderen Plan hatte. „Nachdem ich einen Haken geschlagen hatte, wollte ich quer spielen. Aber der gegnerische Abwehrspieler hat Marko Pjaca zugestellt. Deswegen habe ich es alleine probiert“, so der Angreifer. Von seinen Mitspielern gab es dafür anerkennenden Beifall und lobende Worte. „Ich wusste gar nicht, dass Burgi so gut tanzen kann“, scherzt Cedric Teuchert, der den Österreicher noch aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg kennt.

Vorlagengeber Marko Pjaca ist ebenfalls glücklich, dass er mit seiner Mannschaft das Ticket für das Halbfinale lösen konnte. Der Kroate selbst hätte nach dem Führungstor nachlegen können, verpasste den gegnerischen Kasten aber zweimal knapp. Dass die Knappen anschließend nur noch wenige Chancen hatten, erklärt die Leihgabe von Juventus Turin folgendermaßen: „Wolfsburg kam in den ersten 20 Minuten mit unserem Pressing nicht klar. Danach hat unser Gegner sich aber darauf eingestellt.“

Ich habe bisher drei Pokalsiege mit Dinamo Zagreb und Juventus Turin feiern können. Das waren jeweils überragende Erlebnisse.

Marko Pjaca

Dementsprechend blieb es in der VELTINS-Arena bis zum Abpfiff spannend. „Natürlich hatte ich etwas Angst, dass Wolfsburg noch ausgleicht. Kurz vor Schluss hatte unser Gegner ja auch noch eine Chance“, blickt Christian Heidel zurück. „Ansonsten haben wir die starke Offensive des VfL nach dem Seitenwechsel aber weitestgehend von unserem Tor weggehalten. Ein 1:0 ist knapp. Aber vielleicht wollten wir auch mal beweisen, dass wir ein 1:0 nach Hause bringen können.“ Dennoch unterstreicht er, dass es natürlich besser sei, wenn die Möglichkeiten auch in Tore umgemünzt werden. Heidel: „Das fehlt uns momentan ein wenig.“

Marko Pjaca erklärt, dass er unbedingt ins Endspiel einziehen möchte. „Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn insgesamt drei Pokalsiege mit Dinamo Zagreb und Juventus Turin feiern können. Das waren jeweils überragende Erlebnisse“, berichtet der 22-Jährige. Dann fügt er schmunzelnd hinzu: „Vielleicht bin ich ja so etwas wie ein Pokal-Experte.“

Auf wen die Knappen im Halbfinale treffen, wird am Sonntag (11.2.) ab 18 Uhr live in der ARD Sportschau ausgelost. „Einen Wunschgegner habe ich nicht. Ich hoffe einfach auf ein Heimspiel“, sagt Heidel. Nach kurzer Pause fügt er abschließend hinzu: „Wobei ich schon sage, dass es nicht unbedingt Bayern München sein muss.“

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