Fanclub-Besuche: Lustiges Wiedersehen für Fährmann

Dass Schalke gemäß eines bekannten Schlachtrufes seiner Anhänger der geilste Club der Welt ist, zeigte sich am Sonntag (6.5.) - dem Tag nach dem Sieg in Augsburg und der damit verbundenen Vize-Meisterschaft - einmal mehr. Denn Spieler und Verantwortliche besuchten Fanclubs in ganz Deutschland, um sich für die großartige Unterstützung in den vergangenen Wochen und Monaten zu bedanken.

Ralf Fährmann will auf Schalke alt werden

Für Ralf Fährmann kam es dabei beim Fanclub ‚Königsborner Knappen‘ in Unna zu einem kuriosen Wiedersehen, dass für einige Lacher bei der Begrüßung sorgte. „Vor dem Spiel in Augsburg hatte ich im Mannschaftshotel eine Behandlung. Auf dem Weg zu unseren Physios habe ich zwei Mitglieder eures Fanclubs auf dem Flur getroffen – dummerweise hatte ich aber nur eine Unterhose an“, berichtete der Kapitän schmunzelnd.

In Unna präsentierte sich der Torhüter normal gekleidet – und wie immer bestens aufgelegt. „Schalke ist mein Verein und wird es auch immer bleiben“, sagte der 29-Jährige und fügte hinzu, dass er sich nichts sehnlicher wünsche, als seine Karriere irgendwann einmal auf Schalke zu beenden. „Jedes einzelne Spiel für diesen Verein, für diese Fans ist ein Geschenk. Ich lebe und liebe diesen Verein“, schwärmte er.

Anschließend ließen Fans und Fährmann die Saison Revue passieren. Ein großes Thema war dabei noch einmal das Derby aus der Hinrunde. Als der Schlussmann sich an Domenico Tedescos Halbzeitansprache beim Stand von 0:4 erinnerte, bekam er sogar eine Gänsehaut.

Naldo: So ein Jahr habe ich noch nie erlebt

Ein Heimspiel hatte Naldo, der mit riesengroßem Applaus im Clubheim des Schalker Fan-Club Verbandes unweit der VELTINS-Arena empfangen wurde. Wie gewohnt war der Routinier bestens gelaunt, auch wenn er schmunzelnd zugab, dass er nach dem Vorabend noch etwas müde sei. „Wir haben nach der Rückkehr aus Augsburg natürlich ein bisschen gefeiert. In einem Restaurant hier in Gelsenkirchen“, verriet der Brasilianer.

In einer Talkrunde geriet er anschließend regelrecht ins Schwärmen: „Das war eine geile Saison. So ein Jahr habe ich noch nie erlebt – und ich bin schon 35 Jahre alt.“ Die emotionalen Höhepunkte neben der nun feststehenden Vize-Meisterschaft seien sein Treffer zum 4:4 im Derby und auch sein spätes Ausgleichstor in der Hinserie in Frankfurt gewesen, berichtete der Verteidiger. „Einen großen Anteil an den Erfolgen haben die Fans. Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen, der uns unterstützt hat. Dieser Rückhalt ist einmalig“, so Naldo.

Christian Heidel reiste fast 600 Kilometer

Die Knappen waren aber nicht nur in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Das Team verstreute sich in alle Himmelsrichtungen. Dabei war kein Weg zu weit. Die längste Anreise hatte Christian Heidel mit 565 Kilometern. Der Sportvorstand besuchte den Fanclub ‚Blau-Weiße Naabtalknappen‘ im oberpfälzischen Pfreimd. Sportdirektor Axel Schuster war zeitgleich beim Fanclub ‚Zollernalb‘ zu Gast. Seine Anreise nach Albstadt-Taifingen betrug 522 Kilometer.

Ebenfalls mehrere hundert Kilometer spulten Matija Nastasic (Fanclub ‚Rudis Helden‘ in Magdeburg), Cedric Teuchert (Fanclub ‚Thüringen Power‘ in Zelle-Mehlis), Sascha Riether (Fanclub ‚Schalke am Main‘ in Worms), Michael Langer (Fanclub ‚Schneverdingen‘ in Schneverdingen) und Alexander Nübel (Fanclub ‚Mainschleife‘ in Volkach) ab. Breel Embolo verschlug es gar in ein deutsches Nachbarland. Der Angreifer stattete dem Fanclub ‚Ostbelgien‘ in Eupen einen Besuch ab. Eines hatten alle Königsblauen gemeinsam: Sie wurden mit viel Applaus empfangen – und am Ende mit viel Beifall verabschiedet.

Präsente für alle Fanclubs

Alle Fanclubs freuten sich neben den interessanten Talkrunden auch über die Gelegenheit, sich zahlreiche Autogramme sowie Erinnerungsfotos von und mit den Knappen zu sichern. Zudem gab es für jeden Fanclub als Dank für die Ausrichtung einen königsblauen Wimpel für das eigene Vereinsheim. Ralf Fährmann ging wie zahlreiche Mitspieler ebenfalls nicht leer aus. Er nahm einen Präsentkorb mit vielen Leckerein für die Sommerpause in Empfang.

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