Mein Heimspiel: Reiner Hufer reiste schon mit der Mannschaft

Reiner Hufer und seine Familie leben den FC Schalke 04. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen ist der 55-Jährige aus Rehburg-Loccum, einer Stadt im Südosten Niedersachsens, häufig zu Gast im königsblauen Wohnzimmer. Sein bislang schönstes Erlebnis mit den Knappen war allerdings eine Auswärtstour.

Meine Anreise:

Unsere Touren nach Gelsenkirchen starten immer fünf bis sechs Stunden vor dem Anpfiff. Vor der Abfahrt wird natürlich der Wagen geschmückt, dann kommen die Schals raus und die Sonnenblenden sind blau und weiß.

Mein Ritual am Spieltag:

Am Spieltag trage ich entweder mein Fährmann-Trikot oder ein Schalke-Shirt. Wenn ich gerade ein cooles Shirt bestellt habe, wie beispielsweise das „4:4-Derbysieger“-Outfit, muss das ja auch an die Luft (schmunzelt). Wenn wir in die Arena kommen, ist der Ablauf immer gleich: Parken auf C1, Knappenkarte aufladen, Schnitzelbrötchen futtern, dazu ein kühles Veltins trinken. Wenn wir an unserem Platz angelangt sind, schicken wir zudem allen Schalkern aus unserem Freundeskreis, die nicht dabei sein können, ein Foto aus dem königsblauen Wohnzimmer.

Mein Stammplatz in der VELTINS-Arena:

Leider gibt es den nicht. Über unseren Fanclub sitzen wir meistens im Block S1 nahe der Gästefans. Wenn wir über unsere vier Mitgliedschaften Tickets bestellen, versuchen wir – bei Sitzplätzen – so nah wie möglich an die Nordkurve zu kommen. Ab und zu stehen wir auch direkt in der Nordkurve.

Mein königsblauer Moment:

Es gibt viele Spiele, an die ich mich gerne erinnere. Zum Beispiel an den legendären „4:4-Derbysieg“. Prägend war aber vor allem das 5:2 in der Champions League bei Inter Mailand im April 2011. Das war das erste Mal, dass auch unsere Jungs vor dem Fernseher so richtig mitgefiebert haben. Daraus hat sich unser Fan-Dasein noch einmal intensiviert. Das Rückspiel haben wir dann natürlich live in der VELTINS-Arena verfolgt und nach dem Abpfiff den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse gefeiert.

Meine kurioseste Anekdote:

Nicht kurios, aber spektakulär: Vor einigen Jahren habe ich an einem Gazprom-Gewinnspiel teilgenommen und tatsächlich gewonnen! Gemeinsam mit meinem Sohn durfte ich zum Champion-League-Auswärtsspiel in Basel fliegen. Wir sind mit der Mannschaft gereist und waren auch im gleichen Hotel, das Spiel durften wir im VIP-Bereich anschauen. Die Begegnungen und Highlights waren unvergleichlich und würden hier den Rahmen sprengen. Das Spiel endete dank eines Treffers von Julian Draxler 1:0 für uns.

Mein Lieblingsspieler:

Mein All-Time-Favorite ist Jefferson Farfan. Aktuell finde ich Benjamin Stambouli am besten.

Mein Schalke:

Fan bin ich seit 1973. Als gebürtiger Düsseldorfer hat mein Vater mich mit ins Rheinstadion genommen. Dort hatte die Fortuna gegen Schalke gespielt. Da ich nicht zu der Mannschaft meines Vaters halten wollte, habe ich mich damals für Schalke entschieden. Und da die Schalker schon damals eine super Stimmung gemacht haben, war ich so beeindruckt, dass ich dabeigeblieben bin.

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