Schalker International: John Romelle Sorianos Tochter trägt einen ganz besonderen Namen

John Romelle Soriano drückt den Knappen seit mehr als 20 Jahren auf den Philippinen die Daumen. In der zweiten Ausgabe von „Schalker International“ verrät der Fan aus Südostasien, wie er zu den Königsblauen gefunden hat und welchen ganz besonderen Namen seine Tochter trägt.

John, du lebst auf den Philippinen. Wann und wie bist du im Westpazifik zum Schalke-Fan geworden?
Das war 1997 – zu der Zeit, als Schalke das Finale des UEFA-Cups gegen Inter Mailand für sich entscheiden konnte. Ich habe mich direkt in den Verein verliebt, weil im Vorfeld jeder damit gerechnet hat, dass das italienische Star-Ensemble den Pott holen wird. Die Schalker Mannschaft hat aber unglaubliches Herz gezeigt und ist mit viel Leidenschaft aufgetreten. Dazu hat mich noch eine andere Sache sofort begeistert: die unglaublichen Fans, die mit dem Club reisen, um ihn zu unterstützen, zu singen und alles für die Mannschaft zu geben – so etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen.

Wie ist es, Schalke auf den Philippinen zu unterstützen?
Die Philippinen sind ein Basketball-Land. Und diejenigen, die sich für Fußball begeistern, mögen vor allem die ganz großen europäischen Clubs wie Real Madrid, den FC Barcelona oder Manchester United. Mein Herz aber schlägt für Schalke, auch wenn es aufgrund der Zeitverschiebung nicht immer ganz einfach ist, die Spiele live zu verfolgen.

Du hast eine Tochter, die einen wundervollen Namen trägt …
Sie heißt Schalke Soriano. Um das durchzusetzen, musste ich bei meiner Frau gar nicht so viel Überzeugungsarbeit leisten. Als wir anfingen, uns zu verabreden, sagte ich ihr sofort, dass der FC Schalke 04 mein Leben ist – und ich habe ihr gesagt, wieviel dieser Verein tausende von Meilen entfernt mir bedeutet. Sie war von meiner Leidenschaft und Loyalität beeindruckt. Bevor sie überhaupt schwanger wurde, waren wir uns einig, dass unser erstgeborenes Kind Schalke heißen wird. Ich habe mich 1997 in Schalke verliebt – und nach Schalkes Geburt war es wieder Liebe auf den ersten Blick. Jetzt kann ich wirklich sagen, dass Schalke mein Leben ist!

Drückt deine Frau den Königsblauen ebenfalls die Daumen?
Sie unterstützt mich in allem, was ich tue. Manchmal bleibt sie bis tief in die Nacht wach, um gemeinsam mit mir die Spiele anzuschauen. Beim Foto-Shooting vor unserer Hochzeit war sie sogar damit einverstanden, ein Schalke-Trikot zu tragen. Das sollte die Frage beantworten: Sie ist genauso wie meine Tochter und ich durch und durch Königsblau!

Der FC Schalke 04 ist nicht perfekt – und genau das mag ich. Es ist einfach, einen Verein zu unterstützen, der immer gewinnt.

John Romelle Soriano

In deinem Schrank hängen mehrere Schalke-Trikots. Welches ist dein Favorit?
Mein Lieblingstrikot hat einen Raul-Flock auf dem Rücken. Der Senor ist einer meiner absoluten Lieblingsspieler. Das Trikot war ein Geschenk meiner Mutter.

Was macht Raul für dich aus?
Er ist so ein charismatischer Spieler. Obwohl er nur zwei Jahre da war, hat er Schalke verstanden und den Verein sowie die Fans geliebt.

Was macht die Knappen für dich so besonders?
Der FC Schalke 04 ist nicht perfekt – und genau das mag ich. Es ist einfach, einen Verein zu unterstützen, der immer gewinnt, der immer dominiert, der die besten Spieler der Welt im Kader hat. Es braucht ein wahres Fußballherz, um Schalke zu unterstützen. Ich freue mich auf jedes Spiel, egal wie es ausgeht. Mich macht es einfach glücklich, ein Schalker zu sein.

Gibt es in deiner königsblauen Vita ein ganz besonderes Spiel?
Da gibt es einige. Das UEFA-Cup-Finale 1997, das 5:2 in der Champions League 2011 bei Inter Mailand, das 4:4 im Jahrhundertderby. Aber mein absoluter Favorit ist der 1:0-Sieg im Derby 2004. Frank Rost hat in dieser Partie einfach alles gehalten – und am Ende hat mein absoluter Lieblingsspieler Ebbe Sand das Siegtor geschossen.

Bist du schon einmal in der VELTINS-Arena gewesen?
Leider noch nicht. Aber diesen Traum werde ich mir irgendwann einmal gemeinsam mit meiner Frau und meiner Tochter erfüllen: Der erste Pfiff, das erste Tor und die Schlussminuten – der Gedanke an all das sorgt bei mir für Gänsehaut. Dieses Gefühl wird sicherlich noch einmal emotionaler, wenn man es mit anderen Schalke-Fans im Stadion teilt.

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