1899 Hoffenheim: Unverhofft gerettet

Nach der 0:1-Pleite am vergangenen Spieltag in Hannover hingen bei Kevin Volland & Co. die Köpfe - ganze zwei Minuten. Was für 1899 Hoffenheim zunächst nach einer Vertagung des Klassenerhalts aussah, war schließlich doch die vorzeitige Rettung.

Als der Abpfiff in der HDI-Arena ertönte, schlich sich die Nagelsmann-Elf unwissend über ihr Glück zur Gästekurve, ehe klar wurde, dass die Konkurrenz ebenfalls Federn gelassen hatte. Ein Szenario, in welchem die Kraichgauer sich auch mit einer Niederlage den Klassenverbleib sichern würden, hatte man erst gar nicht für möglich gehalten. „Ich hatte diese Konstellation keineswegs auf dem Schirm“, räumte Manager Alexander Rosen ein.

Mit 37 Zählern verharren die Hoffenheimer vor dem Saisonfinale zwar weiter auf Platz 14, profitierten allerdings vom Patzer des VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz 05. Zudem nehmen sich Bremen und Frankfurt im direkten Aufeinandertreffen noch gegenseitig die Punkte. Mit einem Vorsprung von deren vier, können nun die Planungen der TSG für die nächste Bundesliga-Saison gestartet werden.

„Ich habe realisiert, dass wir auch in der kommenden Spielzeit in der Bundesliga spielen. Ich freue mich darauf“, ließ Chef-Trainer Julian Nagelsmann während der Vorbereitung auf das letzte Heimspiel gegen den FC Schalke 04 verlauten. Auch wenn es bei den 96ern nicht mit einem Sieg klappte, die Bilanz unter dem 28-Jährigen kann sich sehen lassen. Besonders stark: die vergangenen acht Partien, als Hoffenheim fünf Mal als Sieger vom Platz gehen konnte.  Den Klassenerhalt endlich in trockenen Tüchern zu haben, sorgt auch bei seinem Team für neue Leichtigkeit. „Wir haben es geschafft, es gibt nichts geileres“, beschreibt Volland die aktuelle Gefühlslage.

Auch wenn Teile des Trainer-Teams mit Nagelsmann-Vorgänger Huub Stevens den Weg nach Zuzenhausen gefunden haben, will man dort mit den derzeitigen Protagonisten weiterarbeiten. So soll auch Alfred Schreuder weiter Assistent bleiben und mit U19-Coach Matthias Kaltenbach dürfte Nagelsmann einen Assistenten an die Seite gestellt bekommen, der als „Bindeglied“ zum Nachwuchsbereich fungieren kann. Und ein großer Wunsch für die kommende Spielzeit steht bereits jetzt fest: das Abstiegsgespenst soll sich aus dem Kraichgau fernhalten.

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