BFC Dynamo: Umbruch mit Aussicht auf Erfolg

Rund um den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat im Sommer ein großer Umbruch stattgefunden. 14 Spieler haben den Verein verlassen, zwölf neue Akteure wurden verpflichtet. Auf der Trainerbank des BFC herrscht indes Konstanz: Rene Rydlewicz, seit Beginn der Saison 2016/2017 an der Seitenlinie, soll die Dynamos nach einem durchwachsenen Premierenjahr nun auf Touren bringen.

Mit dem Abschneiden in seiner ersten Spielzeit ist der 44-Jährige nicht wirklich zufrieden. Denn am Ende reichte es in der Regionalliga Nordost nur zu Platz 15. Zu wenig für den traditionsreichen Club aus Berlin, der zu Zeiten der DDR zehnmal Meister wurde und regelmäßiger Gast im Europapokal war. Ein Trostpflaster war der Landespokalsieg, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für den DFB-Pokal ist.

„Als ich den BFC vor einem Jahr übernommen habe, konnte ich an der Kaderstruktur zunächst nicht viel verändern“, blickt Rydlewicz, der als aktiver Profi für Bayer Leverkusen, 1860 München, Hansa Rostock und Arminia Bielefeld am Ball war, zurück. „Der Kader ist nun ganz gut aufgestellt. Wir haben in Summe eine erfahrene und qualitativ bessere Mannschaft als in der letzten Saison.“

Einer der Zugänge ist Rufat Dadashov, der mit der Empfehlung von zwölf Saisontoren vom ZFC Meuselwitz zum BFC gewechselt ist. Beim 4:1-Sieg zum Ligaauftakt beim FSV Luckenwalde zeigte der aserbaidschanische Nationalspieler bereits, dass er eine Verstärkung für das Team ist. Denn ihm gelang direkt ein Doppelpack. „Beim BFC will ich meine Torquote aus dem Vorjahr übertreffen“, erklärt der Stürmer selbstbewusst.

Selbstbewusst gibt sich auch Rydlewicz, dessen Mannschaft bei der traditionellen Umfrage vor der Saison von einigen Trainern neben dem FC Energie Cottbus als einer der Favoriten auf den Aufstieg genannt wurde. „Wir wollen ganz vorne mitspielen“, unterstreicht der Berliner Coach, der mit seinem Team aus den ersten beiden Spielen immerhin vier Punkte holen konnte. „Ich sehe meine Mannschaft nicht schlechter als viele andere Teams in der Liga. Die kleine Favoritenrolle nehme ich deshalb gerne an.“

Vor dem Kräftemessen mit den Königsblauen sehen sich die Berliner als klassentieferer Club hingegen als klarer Underdog. „Dass wir in diesem Spiel nicht der Favorit sind, ist jedem klar“, sagt Rydlewicz. „Aber wir werden ein unbequemer Gegner sein, der um jeden Meter Rasen fighten wird. Wir werden alles in dieses Spiel geben, was wir haben. Das verspreche ich.“ Den Anpfiff der Partie kann der 44-Jährige kaum noch abwarten. Er spricht von einem Feiertag für den gesamten BFC. „Im Vereinsheim ist nach der Auslosung bis tief in die Nacht gefeiert worden“, so Rydlewicz.

Seite teilen