Borussia Mönchengladbach: Fohlen wieder im Galopp

Rund um den Borussia-Park ist die Laune derzeit prächtig. Das war vor einigen Monaten nicht der Fall. Mönchengladbach überwinterte mit gerade einmal 16 Pünktchen nur auf Rang 14. Die Konsequenz: Chef-Coach Andre Schubert, in der Vorsaison noch gefeierter Held an der Außenlinie, der den Verein vom letzten Platz noch in die Champions League geführt hatte, musste kurz vor Weihnachten seinen Hut nehmen.

Auch in den anderen Wettbewerben läuft es rund. Im DFB-Pokal zogen die Fohlen nach einem 2:1-Erfolg beim Hamburger SV ins Halbfinale ein. Und in der Europa League gewann die Elf vom Niederrhein nach einem 0:1 im Hinspiel gegen den AC Florenz die zweite Begegnung in der Toskana mit 4:2 – und das nach einem 0:2-Rückstand. „Wir können in dieser Saison etwas Besonderes schaffen“, sagt Oscar Wendt.

Im Achtelfinale der Europa League misst sich die Borussia nun ausgerechnet mit den Königsblauen. Dass beide Teams nach dem Bundesliga-Duell binnen weniger Tage auf internationalem Parkett zwei weitere Male aufeinandertreffen werden, findet Hecking zwar schade, da kein richtiges Europapokal-Flair aufkomme. Aber dennoch betont er: „Wenn du weit kommen willst, musst du jeden Gegner schlagen. Schalke ist immer eine reizvolle Aufgabe. Es gibt keinen Favoriten, die Chancen stehen 50 zu 50. Es werden auf jeden Fall zwei tolle Fußball-Abende.“

Einen riesengroßen Anteil am derzeitigen Erfolg hat Lars Stindl. Der Offensivmann erzielte in den vergangenen acht Pflichtspielen acht Treffer – darunter war unter anderem ein Dreierpack beim 4:2-Sieg in Florenz. „Ich werde von meinen Mitspielern gut in Szene gesetzt und versuche dann, effektiv zu sein. Das ist als Abschlussspieler vor dem Tor meine Aufgabe“, erklärt der 28-Jährige bescheiden.

Dass Bundestrainer Joachim Löw ihn möglicherweise für den Confed-Cup im Sommer in Russland nominieren könnte, lässt Stindl (noch) kalt. „Der Sommerurlaub ist schon ein Stück weit geplant, über das Thema Nationalmannschaft mache ich mir noch keine Gedanken.“ Gegen eine erstmalige Berufung ins A-Team würde sich der Kapitän der Fohlen aber sicherlich nicht wehren. Priorität hat für den Torjäger aktuell aber erst einmal die Borussia, denn „wir haben im Moment so viel zu tun und sind noch in so vielen Wettbewerben!“

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