VfL Wolfsburg: Auf der Suche

Beim VfL Wolfsburg läuft es in dieser Saison nicht nach Plan. Nach dem Verpassen des internationalen Wettbewerbs laufen die Niedersachsen ihren Ansprüchen auch in der laufenden Spielzeit hinterher - und weisen daheim eine düstere Bilanz auf.

DFB-Pokalsieg, Supercup-Triumph, Tabellenzweiter in der Bundesliga und in der Champions League erst im Viertelfinale am späteren Titelträger Real Madrid gescheitert: Hinter dem VfL liegt eine überaus erfolgreich Zeit. Mit Chef-Trainer Dieter Hecking fand der Meister von 2009 zu alter Stärke zurück. Trotzdem gelang es den Wölfen nicht, sich ganz oben im Tableau festzubeißen.

In der vergangen Spielzeit fanden sich die Wolfsburger nach 34 Spieltagen auf dem achten Rang wieder. Damit verbunden war das Verpassen der internationalen Fleischtöpfe. Der freie Fall trägt nach wie vor einen Namen: Kevin De Bruyne. Der Topscorer der Saison 2014/2015 wechselte für die deutsche Rekordsumme von 75 Millionen Euro zu Manchester City und hinterließ im offensiven Mittelfeld eine große Lücke, die auch 15 Monate später noch nicht geschlossen werden konnte.

Fehlstart: Hecking muss gehen

Teile des eingenommenen Geldes reinvestierte Sportdirektor Klaus Allofs bekanntermaßen in Julian Draxler. Doch das Schalker Eigengewächs wurde den hohen Ansprüchen in seinem ersten Jahr in der Autostadt nicht immer gerecht. Im Sommer dann tat er offensiv seinen Wechselwunsch kund, der VfL schob jedoch einen Riegel vor. Ähnlich wie die Transferposse um den deutschen EM-Fahrer spiegelt sich die aktuelle Situation der Mannschaft wider: Tabellenplatz 14, nur ein Sieg aus den vergangenen neun Ligaspielen und daheim noch gänzlich ohne Dreier.

Die Misere hatte gleichzeitig das Aus von Hecking zur Folge: Nach fast vier Spielzeiten musste der 52-Jährige im Oktober seinen Hut nehmen. Seitdem betreut Valerien Ismael, bis dato Trainer der zweiten Mannschaft, das Team an der Seitenlinie. Nach holprigem Start durfte der Franzose zuletzt den ersten Bundesliga-Sieg in Freiburg (3:0) bejubeln. „Das Team ist intakt, ist willig, braucht aber Vertrauen und Lösungen“, bekräftigte Ismael anschließend.

Die 33 ist wieder da

Beim Sieg im Breisgau trat erstmals auch Nationalstürmer Mario Gomez, im Sommer als frisch gebackener Torschützenkönig der türkischen Süper Lig von Meister Besiktas Istanbul gekommen, richtig in Erscheinung und glänzte mit einem Doppelpack. Neben einem Treffer im DFB-Pokal traf die Nummer 33 bereits dreimal in der Bundesliga.

Für die Partie gegen Königsblau steht der Angreifer nach seinen Einsätzen bei der Nationalmannschaft wieder zur Verfügung – anders als Draxler. Der Mittelfeldmann laboriert an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und wird nicht rechtzeitig fit. Dafür kehren Vieirinha (nach Muskelfaserriss in der Wade) und Robin Knoche (nach Oberschenkelzerrung) zurück ins Aufgebot.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen