Manuel Baum: Probleme weglassen, mit Lösungen beschäftigen

Der neue Chef-Trainer Manuel Baum freut sich auf die Aufgabe bei den Königsblauen. Bei seiner Vorstellung am Mittwoch (30.9.) sprach der 41-Jährige über seinen neuen Verein, die aktuelle sportliche Situation, Naldo als Mitglied des Trainerstabs, die Knappenschmiede und zwei Wünsche seines fünfjährigen Sohnes.

Manuel Baum

Manuel Baum über …

… seine Entscheidung pro Schalke:
Ich freue mich riesig auf die Aufgabe und weiß, welche Verantwortung ich dem Verein und seinen Fans gegenüber trage. Aber ich bin überzeugt davon, dass ich dem FC Schalke 04 helfen und den Verein dahin führen kann, wo er hingehört: nämlich weiter nach oben in der Tabelle.

… seine bisherige Verbindung zu Königsblau:
Der FC Schalke 04 ist ein Traditionsverein, den ich schon immer in meiner Kindheit ganz genau verfolgt habe. Ich weiß noch ganz genau, wie ich als kleiner Junge die Panini-Bilder mit dem Schalke-Wappen in mein Heft einkleben durfte. Ich bin stolz, dass mir die Chance gegeben wird, bei diesem großartigen Club als Trainer arbeiten zu dürfen. Ich gehe die Aufgabe total positiv an und freue mich auf alles, was kommt.

… die aktuelle sportliche Situation auf Schalke:
Um die derzeitige Lage wissen wir alle. Aber meine Herangehensweise ist folgende: Wir lassen die Vergangenheit hinter uns und schauen nach vorne. Dabei müssen wir Lösungen herausarbeiten, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die Mannschaft hat deutlich mehr Potenzial als sie zuletzt gezeigt hat. Im ersten Moment sollten wir uns auf kleine Erfolge fokussieren und gar nicht allzu weit in die Ferne schauen. Je mehr Erfolgserlebnisse wir feiern, desto schneller wächst das Selbstbewusstsein. Mir ist es wichtig, dass wir Probleme weglassen und uns mit Lösungen beschäftigen.

Je mehr Erfolgserlebnisse wir feiern, desto schneller wächst das Selbstbewusstsein.

Manuel Baum

… seine ersten Eindrücke des Teams:
Ich trete die Aufgabe nicht ohne Informationen an, da ich das Geschehen auf Schalke ebenso wie auch bei vielen anderen Bundesliga-Mannschaften in den vergangenen Wochen und Monaten sehr intensiv verfolgt habe. Zudem habe ich im Vorfeld schon viele Gespräche geführt. Dementsprechend habe ich mir in der Kürze der Zeit bereits einen ganz guten Eindruck vom Team machen können. Anhand der Stärken, die die Mannschaft zweifelsohne hat, werden wir die Strategie ausrichten, die wir auf den Platz bringen wollen. Ich habe volles Vertrauen in die Qualität der Mannschaft und freue mich auf die Zusammenarbeit.

… ein weiteres neues Mitglied im Trainerstab:
Ich kenne Naldo aus seiner aktiven Zeit in der Bundesliga. Er hat schon als Spieler auf dem Platz immer extrem gut mitgedacht. Auf Schalke verfügt er über eine große Erfahrung. Er kennt die Mannschaft, den Verein, das Umfeld. Und er ist ein Mensch, der unfassbar viel Energie spenden kann. Deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass er uns mit seinen Eigenschaften und seiner Erfahrung im Trainerteam sehr gut helfen kann. Naldo trägt das Herz am richtigen Fleck und wird ein absoluter Gewinn für den Trainerstab sein,

… einen weiteren neuen Co-Trainer:
Wir werden den bisherigen Stab, mit dem ich weiterhin zusammenarbeiten werde, worauf ich mich freue, noch um einen weiteren Co-Trainer ergänzen. Bei der Besetzung der Stelle ist mir Qualität aber deutlich wichtiger als die Schnelligkeit der Umsetzung.

Naldo hat schon als Spieler auf dem Platz immer extrem gut mitgedacht.

Manuel Baum

… seinen Besuch auf Schalke am Wochenende:
Mein Besuch auf Schalke war schon lange geplant. Ich hatte mich am Freitag mit Norbert Elgert getroffen, um mich in meiner Funktion als DFB-Trainer über einige Talente auszutauschen. Zudem habe ich mir samstags das U23-Spiel angeschaut, unter anderem, um Levent Mercan, den ich in der U20-Nationalmannschaft trainiert habe, zuzusehen. In den Wochen zuvor habe ich als DFB-Trainer auch andere Vereine besucht.

… die Arbeit mit Talenten:
Die Knappenschmiede sagt nahezu jedem Fußballinteressierten in Deutschland etwas. Sie ist ein Gütesiegel. Ich finde es sehr wichtig, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Lizenzspielerkader zu integrieren. Wir alle wissen, wie viele Talente mit Qualität schon aus der Knappenschmiede hervorgegangen sind. Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schaffen noch mehr Identität. Bei meiner vorherigen Vereinsstation in Augsburg stand einmal das gesamte Stadion, als ein Spieler aus der eigenen Jugendabteilung seine Premiere in der Bundesliga gefeiert hat.

… zwei Wünsche seines Sohnes:
Als ich gestern meinen Koffer gepackt habe, ist mein fünfjähriger Sohn zu mir gekommen und hat gefragt, ob ich nicht mehr die deutsche U20 trainiere. Ich habe ihm dann auf meinem Laptop ein YouTube-Video gezeigt, dass ein Fan während des Singens des Vereinsliedes in der Nordkurve aufgenommen hat. Dabei habe ich eine Gänsehaut bekommen, und auch mein Sohn hat sehr schnell verstanden, was Schalke bedeutet. Dann hat er zwei Wünsche geäußert: Er möchte auch ein Spiel auf Schalke sehen. Und ich darf nicht nach Hause kommen, ohne ihm ein Trikot mitzubringen.

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