Christian Gross: Mission mit Entschlossenheit, Mut und Zuversicht angehen

Voller Vorfreude und mit viel Elan geht Christian Gross seine neue Aufgabe als Chef-Trainer des FC Schalke 04 an. „Wir haben fünf Monate Zeit, um diese Mission erfolgreich zu gestalten. Ich muss vorangehen“, sagt der 66-Jährige. „Ich habe viel Energie. Die Mannschaft muss in den kommenden Wochen und Monaten alles aus sich herausholen. Dann können wir gemeinsam unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen.“

Christian Gross

Der Schweizer kennt sich aus mit Mannschaften, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Neben zahlreichen Stationen, bei denen Gross in der Vergangenheit Meisterschaften und Pokale erringen konnte, bewahrte er Tottenham Hotspur in der Spielzeit 1997/1998 dank erfolgreicher Auftritte im zweiten Saisonteil vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. Zudem führte er den VfB Stuttgart in einer schwierigen Situation vor elf Jahren von Rang 15 auf den sechsten Platz.

Wir haben fünf Monate Zeit, um diese Mission erfolgreich zu gestalten. Ich muss vorangehen.

Christian Gross

Dass es zuletzt hieß, Gross habe seine Laufbahn als Trainer für beendet erklärt, revidiert der Coach, der bis Februar 2020 für al-Ahli in Saudi-Arabien tätig gewesen ist. „Ich habe mir immer offen gehalten, dass ich als Coach zurückkomme, wenn sich eine spannende Option ergibt“, berichtet Gross, der Sportvorstand Jochen Schneider aus der gemeinsamen Zeit in Stuttgart kennt. Nach dessen Kontaktaufnahme habe er deshalb nicht lange überlegen müssen. „Ich war im ersten Moment überrascht, dann aber sehr erfreut über den Anruf. Mit demselben Elan wie damals in Stuttgart wollen wir diese Aufgabe jetzt angehen“, so der Coach.

Premiere im Spiel bei Hertha BSC

Gross glaubt an eine erfolgreiche Zeit bei den Königsblauen, mit denen er bereits am Samstag (2.1.) bei Hertha BSC erstmals im Einsatz sein wird. Viel Zeit, um die Mannschaft kennenzulernen und ihr gleichzeitig seine Philosophie zu vermitteln, bleibt also nicht. Der erste Eindruck von seinem neuen Team sei gut gewesen. „Die Spieler waren bei der Vorstellung sehr fokussiert. Wir müssen unsere gemeinsame Mission mit Entschlossenheit, Mut und Zuversicht angehen. Mir ist wichtig, dass ich den Ehrgeiz jedes einzelnen Spielers spüre“, erklärt der Schweizer. „Wir müssen geschlossen auftreten, noch enger zusammenrücken, auf dem Platz mutig und clever sein. Und wir müssen uns bewusst machen, dass es kein Sprint wird, sondern ein Marathon – vielleicht bis zum allerletzten Spieltag.“

Die Mannschaft muss alles aus sich herausholen, dann kann sie es schaffen.

Christian Gross

Der Schweizer hat die Bundesliga und damit auch den FC Schalke 04 in der jüngeren Vergangenheit stets intensiv verfolgt – zuletzt nahm er die Auftritte der Königsblauen noch genauer unter die Lupe. Zudem hat ein ausführlicher Austausch mit Huub Stevens stattgefunden, der das Team zuletzt als Interimstrainer betreute. „Ich habe mir bereits intensiv Gedanken über die Mannschaft gemacht“, erklärt der 66-Jährige. „Aber diese Gedanken behalte ich erst einmal für mich. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich zu präsentieren.“

Der Fußballlehrer erwartet, dass sich das Team in verschiedenen Bereichen verbessere. Gross: „Wir können uns steigern in der Kompaktheit und der Effizienz. Wir müssen mehr nach vorne unternehmen. Ganz wichtig ist zudem, dass wir weniger Gegentore kassieren. Die Mannschaft muss alles aus sich herausholen, dann kann sie es schaffen.“

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