Daniel Caligiuri: Hätte mir den Ball wieder geschnappt

Er war „Mr. Zuverlässig“ vom Elfmeterpunkt, gegen Hertha BSC vergab Daniel Caligiuri erstmals einen Strafstoß. Von dem Fehlschuss lässt sich der 30-Jährige jedoch nicht entmutigen. Mit seinen Teamkollegen hat er in der Länderspielpause auf dem Platz hart gearbeitet - das soll sich nun auszahlen.

Es war eine imposante Serie, die am vergangenen Spieltag leider gerissen ist. Vor dem Spiel gegen Hertha BSC war Daniel Caligiuri 21 Mal in Folge für seine Mannschaft zum Elfmeter angetreten – und traf 21 Mal. Dass er in der Partie gegen Berlin erstmals in seiner Profi-Karriere einen Strafstoß vergab, ärgert den Deutsch-Italiener zwar, doch er will sich von dieser negativen Premiere nicht entmutigen lassen. „Hätte es im Spiel gegen Hertha einen weiteren Elfmeter gegeben, hätte ich mir den Ball wieder geschnappt“, sagt Caligiuri selbstbewusst. „Es war ein neues Gefühl für mich, das ich nicht noch einmal erleben möchte – und das werde ich auch nicht“, so der Außenbahnspieler weiter. Er habe „vielleicht zu viele Gedanken im Kopf“ gehabt, nennt Caligiuri mögliche Gründe für den Fehlschuss.

Doch allzu viel will sich der Abwehrmann nicht mehr mit dem Vergangenen beschäftigen, der Auftritt gegen Berlin sei mittlerweile abgehakt. Längst habe sich der Fokus auf das kommende Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach verschoben. „Eine super Truppe, die spielerisch sehr stark ist“, warnt Caligiuri.

Arbeit in der Länderspielpause soll sich auszahlen

Auch wenn durch die Länderspielpause viele Spieler der Knappen zuletzt auf Reisen gewesen sind, erachtet er die vergangenen Trainingstage als sehr positiv. „Wir haben eine gute Woche hinter uns und sehr viel individuell gearbeitet. Wir sind hoch konzentriert und haben super Arbeit geleistet“, sieht Caligiuri sich und seine Teamkollegen für die kommenden Aufgaben gewappnet. „Wichtig ist, dass wir wieder Spaß am Fußball finden. Wir müssen die Unkonzentriertheiten, die zuletzt bei jedem Einzelnen zu sehen waren, in den nächsten Spielen abstellen.“

Sorgen wegen des missglückten Starts in die Bundesliga-Saison macht sich Caligiuri nicht, denn dafür sei diese Spielzeit noch zu jung und die Mannschaft besitze zu viel Qualität. Er weiß auch, was konkret besser werden muss. „Wir haben uns in den vergangenen Spielen mit unseren Fehlern angesteckt, dann sieht es unkonzentriert aus, unser Passspiel ist dann nicht mehr sauber. Wir hatten zu einfache Ballverluste“, erklärt Caligiuri, der zudem hofft, dass die Offensive wieder mehr unterstützt wird. „Wir müssen unsere Stürmer besser einsetzen, sodass diese häufiger zum Abschluss kommen und im Sechzehner noch präsenter sein können.“ Am besten schon am Samstag (15.9.) bei Borussia Mönchengladbach.

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