David Wagner: In einer Position, aus der wir attackieren können

Seit mehr als einer Woche rollt auf Schalke wieder der Ball. Chef-Trainer David Wagner ist mit den Leistungen seiner Spieler bislang vollkommen zufrieden. „Die Jungs sind in einem sehr guten Zustand in die Vorbereitung eingestiegen“, verrät der 47-Jährige. „Das Sommerprogramm, das wir ihnen mitgegeben haben, haben sie sehr gut umgesetzt.“

Einer, der seit wenigen Tagen zum königsblauen Kader gehört, ist Benito Raman. Der Belgier stand in der vergangenen Saison noch für Fortuna Düsseldorf auf dem Platz und soll nun mithelfen, die Knappen nach einer enttäuschenden Spielzeit wieder nach vorne zu bringen. „Wir sind sehr froh, dass wir diesen Transfer realisiert haben und versprechen uns, dass er dort weitermacht, wo er in Düsseldorf aufgehört hat“, sagt Wagner über den Offensivspieler.

Wir versprechen uns von Benito, dass er dort weitermacht, wo er in Düsseldorf aufgehört hat.

David Wagner

Der S04-Coach hebt verschiedene Qualitäten des 24-Jährigen hervor. „Er kann insbesondere durch seine Torgefahr, sein Tempo, sein Gefühl für den Raum, aber vor allem auch durch seine technischen Fähigkeiten sowohl auf dem Flügel als auch im Zentrum als zweite Spitze spielen“, sagt der ehemalige Stürmer über Raman.

Schubert kommt frühzeitig aus dem Urlaub zurück

Neben Raman zählt unter anderem auch Markus Schubert zu den bisherigen Neuzugängen für die kommende Saison. Dem von Dynamo Dresden zu den Königsblauen gewechselten Torwart stünde nach der Teilnahme an der U21-Europameisterschaft im Sommer noch gut eine Woche Urlaub zu, doch der 21-Jährige entschied sich, frühzeitig ins Training bei seinem neuen Arbeitgeber einzusteigen.

Weston McKennie wird indes erst beim Trainingslager in Mittersill (26. Juli bis 3. August) zur Mannschaft stoßen. Mit den USA war der Mittelfeldspieler bis ins Finale des Gold-Cups vorgestoßen, dieses verlor das Team von Gregg Berhalter allerdings mit 0:1 gegen Mexiko. „Für Weston geht es darum, sich zu erinnern, dass er ein gutes Turnier gespielt hat“, sagt Wagner über seinen Landsmann. „Er war torgefährlich und ihm wurde die große Ehre zuteil, die Truppe als Kapitän aufs Feld zu führen. Jetzt ist es wichtig, dass er durchschnaufen kann, sich erholt und sich dann auf die neue Saison freut“, betont der Schalke-Coach.

Lob für Spieler aus der Knappenschmiede

Die kommenden Testspiele bei der Stadtauswahl Bottrop (12.7.), der SG Wattenscheid 09 (14.7.) und beim FC Twente (23.7.) werden dementsprechend noch ohne McKennie stattfinden – insbesondere in Bottrop und Wattenscheid dürften wie schon beim 3:1-Erfolg bei Rot-Weiß Oberhausen einige Spieler aus der Knappenschmiede zum Einsatz kommen. „Es ist eine fantastische Unterstützung von den Jungs aus der zweiten Mannschaft im Training und bei den Spielen“, lobt Wagner die Nachwuchskicker, der zudem darauf hofft, bald wieder auf den einen oder anderen angeschlagenen Profi setzen zu können.

Auch wenn diese nicht immer an den Trainingseinheiten mit der Mannschaft teilnehmen können, werden sie voll integriert, wie der 47-Jährige verrät. „An dieser Stelle ein großes Lob an die Kollegen aus der Reha- und Physioabteilung, die eine herausragende Arbeit verrichten“, sagt Wagner und ergänzt: „An allen Videositzungen und taktischen Meetings nehmen die Jungs immer teil. Auch wenn sie nicht auf dem Platz sind, bekommen sie zumindest in der Theorie den Input, was wir vorhaben und können die eine oder andere Einheit von außen beobachten.“

Eine gewisse Variabilität ist förderlich - und wir wollen in der neuen Saison variabel sein.

David Wagner

Im Hinblick auf die anstehende Spielzeit sagt Wagner, dass es eine Lücke nach oben zu schließen gebe. „Aber die vergangenen Wochen geben mir das Gefühl, dass wir in einer Position sind, aus der wir attackieren können“, zeigt sich der neue Chef-Trainer der Königsblauen positiv gestimmt, der zudem erklärt, dass er in der Defensive die Vierer- gegenüber der Dreierkette bevorzuge, schränkt dabei aber ein: „Ich bin kein Systemfanatiker. Aber eine gewisse Variabilität ist förderlich – und wir wollen in der neuen Saison variabel sein.“

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