Nach Vorfällen im U19-Derby: DFB-Sportgericht verhängt Geldstrafe gegen den S04

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den FC Schalke 04 zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt, nachdem Borussia Dortmunds Nachwuchsspieler Youssoufa Moukoko während des U19-Bundesligaspiels zwischen dem S04 und dem BVB am 18. Oktober von einigen Zuschauern massiv beleidigt worden war.

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Zudem muss der FC Schalke 04 in Abstimmung mit dem DFB umgehend ein Ordnungsdienst-Konzept für die Heimspiele der A-Junioren-Bundesliga erarbeiten, das effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet. Darüber hinaus muss der Club bis einschließlich der Saison 2022/2023 bei allen Heimspielen der U19 gegen den BVB die Zahl der Ordner auf mindestens 20 erhöhen. Der FC Schalke 04 hat dem Urteil zugestimmt, das damit rechtskräftig ist.

Die Königsblauen hatten Youssoufa Moukoko im Anschluss an die Partie umgehend um Entschuldigung gebeten. Die strafrechtlichen Ermittlungen zur Aufklärung dauern an, Schalke 04 ist diesbezüglich im engen Austausch mit der Polizei Gelsenkirchen.

Im Vorfeld des Bundesliga-Spiels gegen Union Berlin, das wenige Stunden später angepfiffen wurde, hatten sowohl Jochen Schneider, Vorstand für Sport und Kommunikation, als auch Chef-Trainer Manuel Baum konkret Stellung zu den Vorfällen bezogen und verdeutlicht, dass Beleidigungen jedweder Art auf Schalke nicht toleriert und akzeptiert werden.

Bereits vor über einem Jahr hat der Verein die #stehtauf-Anlaufstelle ins Leben gerufen. Die Beratungsstelle dient als Anlaufpunkt für Menschen, die auf Schalke Opfer von diskriminierendem, rassistischem und sexistischem Verhalten oder Gewalt geworden sind. Außerdem können Verstöße gegen das Leitbild des S04 und die Stadionordnung der VELTINS-Arena gemeldet werden. Anschließend werden die Besucher – sofern sie wünschen – an die entsprechenden Fach- und Beratungsstellen weitervermittelt. Darüber hinaus sollen in der #stehtauf-Anlaufstelle Vorfälle und Beobachtungen gezielt gesammelt und ausgewertet werden.

Der FC Schalke 04 positioniert sich seit Jahren entschlossen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung – im Stadion und darüber hinaus. Seit der vergangenen Saison bündelt der S04 dieses Engagement ganz konkret unter dem Titel #stehtauf.

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