Gerald Asamoah: Viele Freunde werden dabei sein

Fritz Szepan und Ernst Kuzorra, Berni Klodt und Klaus Fichtel, Olaf Thon, Ebbe Sand, Marcelo Bordon, Raul. Wer ein Abschiedsspiel auf Schalke bekommt, der hat Großes geleistet. Gerald Asamoah wird der nächste sein, am 14. November 2015. Das verkündete der 36-Jährige am Donnerstag (7.5.) bei einem Mediengespräch in der VELTINS-Arena.

Dabei begleitete ihn auch Horst Heldt, der Asamoahs Leistungen rund um den Verein einordnete: „Wenn es einer verdient hat, dann er.“ Dass Asa nach dieser Spielzeit in der U23 aufhören wird, stand bereits länger fest. „Ich bin nicht mehr der Jüngste. Die Knochen tun sehr, sehr weh“, erklärte er und präsentierte wieder dieses strahlende Lächeln, das über all die Jahre zu seinem Markenzeichen geworden ist. „Ich möchte auch mal im Garten mit meinen Kindern spielen. Irgendwann muss man den Zeitpunkt finden, um aufzuhören.“ Gerade dieser Schritt sei „heute eine große Kunst“, würdigte Heldt diese Entscheidung.

Dem Spieler Asamoah zollte der Manager Respekt. „Eine Bilderbuchkarriere“, nennt er die Profi-Jahre des ehemaligen deutschen Nationalspielers. Wenn Asa in der Spätphase seiner Karriere für die gegnerische Mannschaft aufgelaufen sei, dann „war uns nicht wohl“, erklärte Heldt, „er war ein Vollblutstürmer, der immer gefährlich gewesen ist.“ Neben den sportlichen Meriten betonte Heldt aber gerade auch die emotionalen Verdienste des Publikumslieblings. „Es haben nicht viele geschafft, sich über Jahre hinweg in die Köpfe der Menschen einzubrennen“, so der Manager. Asa schon. „Wir erleben es ja, wenn er ins Stadion kommt, das alle ausflippen und ihn begrüßen.“

Vor diesen Fans wird Asamoah also noch einmal in der VELTINS-Arena einlaufen, am 14. November. Logisches Datum, findet der dann Verabschiedete mit einem Augenzwinkern: „Im November ist es kalt, ich bin Deutscher und brauche die Kälte. Und mit der 14 auf dem Trikot habe ich gespielt.“ Außerdem wird die Nationalmannschaft an diesem Wochenende kein Spiel bestreiten.

Ich möchte auch mal im Garten mit meinen Kindern spielen.

Viele Freunde werden auf dem Platz dabei sein, „namhafte Spieler, Nationalspieler“, versprach Asamoah. „Ich war 19 Jahre lang aktiv und habe selbst Angst, dass ich jemanden vergessen habe“, sagte er lachend. Kevin Kuranyi, Lincoln, Mike Büskens, Philipp Lahm und Dieter Hecking sind jedenfalls bereits bekannt und deuten an, dass dieses Spiel ein würdiger Schlusspunkt einer großen Karriere zu werden verspricht.

Aufgeteilt werden die Akteure übrigens in die Teams „S04-Allstars“ und „Asa-Allstars“, für die der 36-Jährige jeweils eine Halbzeit lang spielen wird. „Ich bin gespannt, ob du mit deinen dann 37 Jahre noch die Bude triffst“, flachste Heldt, um anzufügen: „Ich bedanke mich für die tolle Zeit. Es war schön. Nach solchen Charaktereigenschaften sehnt man sich als Manager.“

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