Happy Birthday, Mike Büskens!

Ein halbes Jahrhundert alt wird am Montag (19.3.) Mike Büskens. ‚Buyo‘, wie der langjährige Publikumsliebling auf Schalke auch genannt wird, ist ein königsblaues Synonym für harte Arbeit. Oder wie die Menschen im Revier zu sagen pflegen: für ‚Maloche‘!

Mike Büskens

Mit den Knappen schrieb der Linksfuß am 21. Mai 1997 Geschichte. Er war eine tragende Säule der Mannschaft, die Inter Mailand im Finale des UEFA-Cups im Elfmeterschießen bezwang und den Pott in den Pott holte. Dass der S04 den ersten und bislang auch einzigen internationalen Titel der Vereinsgeschichte erringen konnte, hat er auch dem wohl wichtigsten Tor in Büskens‘ Karriere zu verdanken – beim Hinspiel der dritten Runde in Brügge.

Die Königsblauen lagen 0:1 zurück, in der 50. Minute hatte Olaf Thon zu allem Überfluss einen Elfmeter verschossen. Nach der direkt darauffolgenden Ecke kam der Ball per Kopfballabwehr zu Büskens, der mit vollem Risiko volley abzog und genau in den Winkel zum Ausgleich traf. Das Tor feierte er in seiner unnachahmlichen Art mit einer zehn Meter langen Rutschpartie auf dem verschneiten Boden Richtung Fanblock. Die Gastgeber konnten am Ende zwar noch mit 2:1 gewinnen, doch Schalke siegte im Rückspiel mit 2:0 und zog ins Viertelfinale gegen Valencia ein.

Mike Büskens

Gänsehaut-Chor im Mestalla-Stadion

Auch diese UEFA-Cup-Runde hielt für Büskens ein ganz besonderes Erlebnis bereit. Nach dem Rückspiel in Valencia, wo durch ein 1:1 das Weiterkommen gesichert wurde, feierte er auf dem Rasen des Mestalla-Stadions mit dem Gänsehaut-Chor der 5.000 mitgereisten Schalker Fans (‚Happy Birthday, lieber Buyo‘) in seinen Geburtstag hinein.

Feiern, das konnte Büskens. Enthusiastisch fiel auch sein Jubel beim DFB-Pokalfinale 2001 aus, als er nach dem Sieg gegen Union Berlin noch mehr als eine Stunde nach dem Abpfiff gemeinsam mit Oliver Reck und den Schalker Fans im Olympiastadion feierte. Im Jahr darauf errang er mit seinem Team ein weiteres Mal den DFB-Pokal. „Titel zu gewinnen, dafür lohnt es sich Fußball zu spielen, da schreibt man Historie“, sagte er einst.

Mike Büskens

Leidenschaft in jeder Spielminute

Noch wichtiger als Trophäen war Büskens aber stets die Leidenschaft, die er in jeder Spielminute für seinen FC Schalke 04 an den Tag legte. Aufgeben, das gab es für ihn nicht. Dass die Fans ihn heute noch immer lieben, macht ihn stolz, „weil ich niemandem in den Hintern gekrochen bin. Ich habe einfach immer nur alles für Schalke gegeben!“

Der Blondschopf war ein altmodischer Fußballspieler. Wie die Kicker von einst, die über viele Jahre hinweg beim gleichen Verein spielten, identifizierte er sich zu seiner aktiven Zeit mit den Knappen und lebt den Verein heute noch immer. Fast 250 Bundesligaspiele hat er für den Club gemacht, zu dem er „eine starke emotionale Bindung“ hat.

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde er zunächst Nachwuchstrainer, später war er auch interimsweise als Chef-Coach sowie als Co-Trainer für die Lizenzspielermannschaft verantwortlich. Und auch heute ist seine sportliche Kompetenz noch auf Schalke gefragt. Mitglied der Ehrenkabine ist Büskens ebenfalls. Unter riesengroßem Applaus wurde er auf der Mitgliederversammlung 2017 in die ‚königsblaue Hall of Fame‘ aufgenommen.

Mike Büskens

Büskens: Ich bin stolz, ein Schalker zu sein!

Als der Beifall in der VELTINS-Arena langsam abebbte, ergriff Büskens gerührt das Wort und erklärte: „Ich hätte auch einst in den Süden der Republik wechseln können. Zu einem sehr erfolgreichen Verein. Dort wäre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Deutscher Meister und nicht 2001 Meister der Herzen geworden. Ich habe mich aber bewusst für den FC Schalke 04 entschieden. Dort hätte ich nie die Wärme, diese Emotion dieses Vereins zu spüren bekommen. Ich bin stolz, ein Schalker zu sein!“

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Gedenktafel Wildenbruchplatz

Erinnerungstafel Wildenbruchplatz: „Ihr nehmt den Mond, die Sonne und die Sterne mit euch“

Am Donnerstag (27.1.) jährt sich zum 80. Mal die Deportation von über 500 Juden aus Gelsenkirchen nach Riga. Eine Gedenktafel wird künftig an das Schicksal der verschleppten Mitbürger erinnern, von denen ca. 450 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden. Zu verdanken ist die Tafel engagierten Fans des FC Schalke 04. Über die bemerkenswerte Geschichte ihres Engagements und das furchtbare Los von über 500 Menschen in den Grauen der NS-Zeit.

Wildenbruchplatz

Enthüllung der Gedenktafel am Wildenbruchplatz

Am kommenden Donnerstag (27.1.) jährt sich zum 80. Mal die Deportation von mehr als 500 Juden aus Gelsenkirchen nach Riga. Ca. 450 von ihnen wurden bis Ende des Zweiten Weltkriegs ermordet. Zur Erinnerung an die verschleppten Mitbürger wird an diesem Tag eine Gedenktafel, die von einer von S04-Fans gegründeten „Arbeitsgruppe“ entworfen wurde, am Wildenbruchplatz in der Nähe des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs enthüllt.

Timo Becker

Timo Becker in Hansa-Startelf, Rabbi Matondo feiert weiteren Sieg

Drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen – so lautet die Bilanz für die Leihspieler der Königsblauen am zurückliegenden Wochenende. schalke04.de fasst das sportliche Geschehen zusammen.

Umbettung Libuda

Stan Libuda findet neue Ruhestätte

Keiner kommt an Gott vorbei. Dieser Satz steht sinnbildhaft für das Leben von Reinhard „Stan“ Libuda. Auf dem Rasen seiner Kampfbahn Glückauf ist er zu einem unsterblichen Idol aller Schalker geworden. Am Samstag (15.1.) wurde er nun umgebettet, weil sein ursprüngliches Grab nach 25 Jahren eingeebnet wurde. Auf dem Schalke Fan-Feld erhielt Stan nun das Grab Nummer 7.