Kampfbahn Glückauf: 04 Fragen an Clemens Tönnies

Vor rund drei Jahren hatte der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende die Idee zur Gründung der Stiftung Schalker Markt, um sich den Orten der Vereinsgeschichte zu widmen. Nun ist mit der Einweihung des originalgetreuen Nachbaus des Eingangsportals der Glückauf-Kampfbahn ein wichtiges Projekt fertiggestellt worden.

Herr Tönnies, das Eingangsportal ist neu aufgebaut und nun enthüllt worden – wie stolz macht Sie der Anblick?
Es freut mich ungemein, ein solches Wahrzeichen für Schalke 04 wieder strahlen zu sehen. Die Kampfbahn Glückauf war das erste Stadion des Vereins und Ort zahlreicher großer Triumphe. Es war uns nicht nur Verpflichtung, sondern auch ein großes Anliegen, diesem Ort und dem ganzen Stadtteil etwas zurückzugeben, anzupacken und diese besondere Stätte wieder auf Vordermann zu bringen. Das ist nur der erste Schritt.

Sie sprechen es an: Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Stadtteil Schalke wieder zu beleben. Wie ist diese Idee entstanden?
Als ich damals eine Tour durch die Orte der Schalker Geschichte gemacht habe, hat mich der Zustand hier bewegt. Mir war sofort klar: Wir müssen was tun. Der Stadtteil hat dem Verein seinen Namen gegeben, ist die Wiege von Schalke 04. Wir möchten den Menschen hier vor Ort etwas zurückgeben und den Stadtteil nach vorne bringen, die Lebensqualität steigern sowie die enge Verbindung zwischen Stadtteil und Verein aufzeigen. An dieser Stelle muss ich ein ganz großes Dankeschön an den Vorstand der Stiftung Schalker Markt richten, an Bodo Menze, den Vorsitzenden Olivier Kruschinski und Alexander Jobst. Ebenso an das Kuratorium mit seinen versierten Mitgliedern unter dem Vorsitz von Dr. Peter Paziorek. Mir ist es glücklicherweise gelungen, einen großen Kreis an Leuten zu finden, denen dieser besondere Stadtteil genauso am Herzen liegt wie mir und die ebenso etwas bewegen wollen.

Kampfbahn Glückauf

Vor rund drei Jahren hat die Stiftung ihre Arbeit aufgenommen: Was haben Sie bisher schon geschafft?
Unser Projekt ist eine Art Marathonlauf – das Eingangsportal war ein erster großer Baustein. Davor haben wir die Tribüne der Glückauf-Kampfbahn beflaggt und illuminiert, ebenso führt ein königsblaues Lichtband über die Kurt-Schumacher-Straße und zeigt die enge Verbindung von Stadtteil und Verein.

Wie geht es weiter?
Wir möchten das königsblaue Lichtband über die bisherige Strecke von drei Kilometern fortführen und uns das ganze Gelände in den nächsten Jahren vornehmen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen sehr wichtig – sie hat den Stadtteil ebenfalls neu ins Herz geschlossen und hilft genau wie das Land NRW und die Brost-Stiftung unter ihrem Vorsitzenden, Prof. Bodo Hombach. Dieses Projekt können wir nur gemeinsam voranbringen – alle Schalker sind herzlich eingeladen, mitzuhelfen. Ich freue mich sehr, hier Initialzündung und Motor zu sein und blicke erwartungsvoll auf eine gute Zukunft für den Stadtteil Schalke.

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