Matija Nastasic: Bin von unserer Stärke überzeugt

Nach seinem strittigen Platzverweis in Wolfsburg konnte Matija Nastasic beim Spiel gegen Hertha BSC nur zuschauen und seinen Teamkollegen auf dem Platz nicht helfen. Der Innenverteidiger spricht auf schalke04.de über die Rote Karte, sein Vertrauen in den Trainer und er erklärt, wieso er fest daran glaubt, dass die Knappen schon bald die ersten Bundesliga-Punkte einfahren werden.

Sein Platzverweis am 1. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg sorgte für reichlich Diskussionsstoff: Matija Nastasic war in der Partie bei den Wölfen nach Hinweis des Videoassistenten mit Rot vom Platz gestellt worden und verpasste deshalb den Heimspiel-Auftakt gegen Hertha BSC. „Es war sicherlich ein hartes Tackling, aber ich habe zunächst den Ball gespielt und dann den Gegner getroffen, das ist im Normalfall eine Gelbe Karte“, sagt Nastasic zu der strittigen Szene, will sich mit dieser gedanklich aber nicht mehr befassen: „Ich habe das abgehakt und freue mich darauf, in der nächsten Partie wieder spielen zu können.“

Der Fokus der Königsblauen richtet sich ohnehin längst auf die Aufgaben in den kommenden Wochen – der Blick in den Rückspiegel soll dabei helfen. „Wir haben die Spiele sehr gut analysiert und gesehen, was wir nicht so gut gemacht haben“, berichtet Nastasic, der trotz des missglückten Bundesliga-Starts zuversichtlich bleibt. „Ich bin von unserer Stärke überzeugt und glaube fest daran, dass wir uns steigern und in den nächsten Wochen wieder Spiele gewinnen werden.“

Wir haben gelernt, mit solchen Situationen umzugehen.

Matija Nastasic

Nastasic, immerhin schon seit Januar 2015 ein Knappe, erinnert daran, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge gegeben habe, selbst in der starken Vorsaison. „Wir haben gelernt, mit solchen Situationen umzugehen. Wir haben super Charaktere und super Spieler in unserer Mannschaft“, ist der Innenverteidiger fest von der Qualität des Teams überzeugt, in dem es keinerlei atmosphärische Störungen gebe. „Auch wenn wir die ersten beiden Spiele verloren haben, bleiben wir als Team eine Einheit und versuchen, uns gegenseitig zu pushen und gemeinsam besser zu werden“, versichert Nastasic.

Taktische Flexibilität als Vorteil

Der Serbe vertraut vor allem auf die Qualitäten von Domenico Tedesco. Dieser sei zwar vom Alter her ein junger Trainer, „aber mit seiner besonderen Mentalität, Spielphilosophie und Strategie wirkt er nicht wie ein junger Coach, sondern gehört für mich jetzt schon zu den besten“, so Nastasic. Der Abwehrmann ist sich sicher, dass sich die Mannschaft gemeinsam mit Tedesco aus dieser schwierigen Situation befreien werde.

Um im kommenden Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach erfolgreich zu sein, müsse die Mannschaft konzentrierter auftreten als in den ersten beiden Bundesliga-Partien. „Wenn uns das gelingt, dann können wir Großes erreichen“, sagt Nastasic und sendet ein klares Signal: „Die Pause werden wir nutzen, um hart zu arbeiten und dann in Gladbach zu punkten.“

Ob er und seine Teamkollegen in den kommenden Spielen in einer Dreier- oder Viererkette agieren, hält Nastasic nicht für entscheidend. „Für mich macht es keinen Unterschied. Wir haben in der Vorbereitung gezeigt, dass wir in beiden Systemen sehr gut agieren können.“ Der Linksfuß betont vor allem die Vorteile dieser taktischen Flexibilität. „Nach der Länderspielpause haben wir viele englische Wochen. Da ist es sehr gut, dass wir aus mehreren Formationen wählen können.“

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