Rouven Schröder: Sind ambitioniert und wollen was gewinnen!

Mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden beim Hamburger SV hat sich der FC Schalke 04 am vergangenen Wochenende in die kurze Winterpause verabschiedet. Rouven Schröder zieht nach dem ersten Saisonteil ein weitestgehend positives Resümee. „Die vergangenen Auftritte, insbesondere die Spiele zuletzt gegen Nürnberg und Hamburg, haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt der 46-Jährige. „Jetzt gilt es, nicht nachzulassen. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten, damit wir auch am Ende der Saison zufrieden sein können.“

Rouven Schröder

Als Tabellenvierter sind die Knappen punktgleich mit den drittplatzierten Hamburgern, der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsrang beträgt fünf Zähler. Mit Rechenspielen möchte sich Schröder allerdings nicht beschäftigen, zumal man bei der aktuellen Tabellenkonstellation auch den Blick in den Rückspiegel nicht vernachlässigen dürfe. Vielmehr betont der Sportdirektor: „Wir sollten nicht zu viel auf die anderen Mannschaften, sondern vor allem auf uns selbst schauen. Denn je mehr du dir Gedanken um deine Mitbewerber machst, desto eher verdribbelst du dich selbst. Fakt ist: Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen und können etwas gewinnen. Und als Sportler willst du auch etwas gewinnen, das Maximale erreichen!“

Wir sollten nicht zu viel auf die anderen Mannschaften, sondern vor allem auf uns selbst schauen.

Rouven Schröder

Der Grundstein für einen erfolgreichen zweiten Saisonteil soll ab dem 3. Januar 2022 im Trainingslager in Belek – präsentiert von GAZPROM – gelegt werden. Während des einwöchigen Aufenthalts an der türkischen Riviera wird Königsblau auch ein Testspiel gegen einen Erstligisten aus dem europäischen Ausland bestreiten. Sobald die Verträge unterschrieben sind, wird der S04 den Gegner bekanntgeben.

Treffen am Tag nach dem HSV-Spiel

„Wir werden uns in Belek konzentriert und fokussiert vorbereiten“, sagt Schröder, der ebenso wie Sportvorstand Peter Knäbel und Gerald Asamoah, der Leiter Lizenz, am Tag nach dem HSV-Spiel bei einem gemeinsamen Frühstück mit dem Team einige Worte an die Mannschaft, den Trainerstab und den Staff gerichtet hat. „Wir gehen stets offen und transparent miteinander um“, berichtet er. „Wir sagen uns, wenn etwas gut war. Aber wir sprechen auch Dinge an, die verbessert werden müssen. Es muss niemand denken, dass wir uns nur gegenseitig auf die Schulter klopfen und uns sagen, wie toll alles ist. In einigen Bereichen haben wir weiterhin Luft nach oben. Das packen wir gemeinsam an.“

Es muss niemand denken, dass wir uns nur gegenseitig auf die Schulter klopfen und uns sagen, wie toll alles ist.

Rouven Schröder

Ein zentrales Anliegen neben der bisherigen Punkteausbeute und der damit verbundenen Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen sei es gewesen, nach der Sommer-Transferperiode mit insgesamt 46 Bewegungen auf der Zu- und Abgangsseite ein Team zusammenzustellen, das zum FC Schalke 04 passt. „Wir haben uns gewünscht, dass sich die Fans und das Umfeld wieder mit der Mannschaft identifizieren. Das war uns extrem wichtig“, sagt Schröder. Dies sei gelungen, so sein Fazit, „das zeigt sich Woche für Woche. Die Jungs harmonieren als Gruppe, sie stehen füreinander ein und unterstützen sich gegenseitig. Bodenständigkeit und Demut sind Werte, die wir leben. Gleichzeitig aber auch Leidenschaft und Hunger auf Erfolge.“

Zu- und Abgänge im Winter möglich

Dieses Gesicht wolle er weiterhin vom Team sehen, erklärt der Sportdirektor, der sowohl Zu- als auch Abgänge in der Winter-Transferperiode nicht ausschließt. Mit Akteuren, die bislang nicht so häufig zum Zuge gekommen sind und damit auch ihren eigenen Erwartungen nicht gerecht werden konnten, werde die sportliche Leitung im Trainingslager offene Gespräche führen. „Was wollen wir, was will der Spieler, was ist das Beste für den Verein“ nennt Schröder die dabei zentralen Fragen.

Bei potenziellen Zugängen seien gleich mehrere Komponenten entscheidend. Zum einen müsse der Spieler die Mannschaft sofort verstärken und dürfe keine lange Eingewöhnungszeit benötigen. „Zudem“, so der 46-Jährige, „muss neben der sportlichen auch die menschliche Komponente passen – und zwar zu 100 Prozent.“ Denn diese sei bei einer funktionierenden Gemeinschaft nicht zu unterschätzen. Schröder erklärt, dass der Verein trotz Corona-Pandemie und den damit einhergehenden finanziellen Einbußen in den vergangenen Monaten durchaus handlungsfähig sei. „Wir haben gut gewirtschaftet. Der Spielraum ist zwar nicht allzu groß, andersherum macht es das aber auch spannend.“

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