S04 ist Mitglied der Demokratischen Initiative Gelsenkirchen

Für Toleranz und gegen Diskriminierung: Der FC Schalke 04 ist ab sofort Mitglied der Demokratischen Initiative Gelsenkirchen. Das beschloss die Initiative am Dienstagabend (18.8.) in ihrer turnusmäßigen Sitzung, der Verein hatte sich vor einiger Zeit beworben.

Demokratische Initiative

Der FC Schalke 04 steht für Demokratie, Toleranz und Vielfalt ein. Die Aufnahme in die Demokratische Initiative (DI) ist für den FC Schalke 04 deshalb ein weiterer wichtiger, logischer und konsequenter Schritt, um ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen. In dem Bündnis sind die wichtigsten Träger der Stadtgesellschaft versammelt, die vor allem gemeinsam stark sind.

Die Demokratische Initiative ist dabei ein Bündnis aus den demokratischen Parteien, Kirchen, karitativen Einrichtungen, Gewerkschaften und weiteren relevanten Gruppen Gelsenkirchens, das für ein demokratisches Miteinander in Gelsenkirchen eintritt. Gegründet im Dezember 1992 als Reaktion auf die Brandanschläge in Hoyerswerda, Mölln und Rostock-Lichtenhagen bekennt die DI bis heute Farbe für Vielfalt und gegen braune Einfalt.

Der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski, Schirmherr der Demokratischen Initiative, zur Mitgliedschaft des FC Schalke 04: „Unsere Demokratie lebt von der Bereitschaft möglichst vieler Menschen, mitzumachen und sich einzubringen. Bei der Demokratischen Initiative Gelsenkirchen ist das nicht anders, auch sie braucht starke Partner und Mitglieder, um möglichst viel bewirken zu können. Darum freue ich mich, dass wir nun mit dem FC Schalke 04 einen der mitgliederstärksten Vereine Deutschlands in der DI Gelsenkirchen begrüßen können. Und mich freut die damit verbundene Botschaft, dass der FC Schalke 04 seine gesellschaftliche Verantwortung in seiner Heimatstadt auch künftig bewusst wahrnehmen will. Dieses Signal ist wichtig, gerade angesichts des Aufstiegs des Rechtspopulismus in der jüngeren Vergangenheit.“

Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Der FC Schalke 04 setzt zum Schutz der gesellschaftlichen Werte auf die Strahlkraft des Fußballs. In zahlreichen Projekten versucht der Club immer wieder seiner Vorbildfunktion und sozialen Verantwortung gerecht zu werden und somit die Gesellschaft positiv zu beeinflussen.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt des königsblauen gesellschaftlichen Engagements ist der Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Er gehört beim FC Schalke 04 seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht nur zum Selbstverständnis des Vereins, sondern ist fest in der Satzung und seit 2012 ebenso im Leitbild des Clubs verankert. Als zentrales Anliegen hat der S04 es sich zur Aufgabe gemacht, das dunkelste Kapitel seiner Geschichte zu beleuchten, sich der eigenen Vergangenheit und seiner Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus offen zu stellen.

Das Engagement für das Erinnern an die Geschichte und gegen Rassismus wird durch zahlreiche pädagogische Projekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche, flankiert, die dabei größtenteils von der vereinseigenen Stiftung Schalke hilft! initiiert werden. In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, dem Institut für Stadtgeschichte (ISG) sowie dem Schalker Fanprojekt hat der Club bspw. eine Tour durch Gelsenkirchen entwickelt, die zu den Orten im Stadtgebiet führt, an denen jüdische Schalker lebten und /oder arbeiteten. In einem Begleitband werden die Biografien und Schicksale der jüdischen Vereinsmitglieder in Texten und durch zahlreiche multimediale Inhalte wie Filmausschnitte und Fotos anschaulich vermittelt.

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