31. März: Schweigezug und Gedenkveranstaltung zum 27. Januar wird nachgeholt

Am 27. Januar 2022 jährte sich zum 80. Mal die Deportation von über 500 Jüdinnen und Juden aus Gelsenkirchen nach Riga. Fast 450 von ihnen wurden bis Ende des Zweiten Weltkrieges ermordet. Die geplante Gedenkveranstaltung an diesem Tag musste pandemiebedingt verschoben werden und findet nun am Donnerstag, den 31. März, statt. Dieser Tag ist zugleich der 80. Jahrestag der Deportation von 48 Jüdinnen und Juden aus Gelsenkirchen in das Ghetto von Warschau.

Gedenktafel Wildenbruchplatz

Zur Erinnerung an die verschleppten Mitbürger wurde bereits am 27. Januar in kleiner Runde eine von S04-Fans gegründeten „Arbeitsgruppe Wildenbruchplatz“ entworfene Gedenktafel von Oberbürgermeisterin Karin Welge enthüllt.

Die Stadt Gelsenkirchen schuf damit auf Initiative der Arbeitsgruppe Wildenbruchplatz am Jahrestag des 27. Januar einen Ort der Erinnerung: In der unmittelbaren Nähe des Verwaltungsgebäudes der Straßen.NRW wurde die Gedenktafel zu Ehren der deportierten Mitbürger errichtet. Über 350 von ihnen kamen aus Gelsenkirchen, dazu weitere Mitbürger vor allem aus Recklinghausen, aber ebenso aus Bocholt, Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern, Herten, Lüdinghausen, Marl, Lüdinghausen, Münster und Selm. Sie wurden in den frühesten Morgenstunden des 27. Januars 1942 bei Temperaturen von minus 10 Grad und kälter in den Zug in Richtung Osten gezwungen. Fünf Tage dauert die Fahrt, schon unmittelbar nach der Ankunft in Riga beginnt das Morden.

Unermessliches Leid sichtbarer machen

Nach einer von Fanprojekt und Schalke 04 durchgeführten Gedenkstättenfahrt zum Konzentrationslager Auschwitz entstand bei teilnehmenden S04-Anhängern der Wunsch, das unermessliche Leid der Gelsenkirchener Juden sichtbarer zu machen. Sie haben sich mit Mitarbeitern des Schalker Fanprojekts und des FC Schalke 04 sowie in Kooperation mit dem Team des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) auf Spurensuche der größten Deportation von Gelsenkirchener Juden gemacht und das Schicksal der entrechteten Menschen aufgearbeitet.

Für die Gedenkveranstaltung am Donnerstag, den 31. März, ist um 15.30 Uhr ein kurzes Gedenken mit jüdischem Totengebet am Güterbahnhof Gelsenkirchen angedacht (Wickingstraße 25b, 45886 Gelsenkirchen). Anschließend folgt ein Schweigezug zum Wildenbruchplatz, wo um 16.30 Uhr die Gedenkveranstaltung stattfindet (Wildenbruchplatz 1, 45888 Gelsenkirchen).

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