Abdul Rahman Baba: Der Kontakt ist nie abgerissen

Insgesamt 21 Pflichtspiele bestritt Abdul Rahman Baba in der Hinrunde der Vorsaison. Dann stoppte den ghanaischen Nationalspieler eine Kreuzbandverletzung, im Sommer endete das Leihgeschäft mit dem FC Chelsea. Der Kontakt zu den Königsblauen riss aber nicht ab. Deshalb ist der Linksfuß froh, dass er nun zurück ist. schalke04.de hat den 23-Jährigen zum Interview getroffen.

Baba, schön, dich wieder auf Schalke zu sehen. Musstest du lange nachdenken, als aus Gelsenkirchen die Anfrage bezüglich einer erneuten Leihe kam?
Nein, die Entscheidung ist mir extrem leichtgefallen. Ich habe mich im vergangenen Jahr auf Schalke sehr wohl gefühlt. Die Menschen hier leben und lieben ihren Verein, die Mannschaft hat einen großartigen Charakter und die Verantwortlichen sind sehr engagiert.

Mit welchen Spielern hattest du nach deinem temporären Abgang Kontakt?
Mit Breel Embolo, Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli habe ich mich häufig ausgetauscht, auch mit einigen anderen Spielern hatte ich Kontakt. Wir haben uns immer wieder Nachrichten und Fotos geschickt. Die Jungs haben fast jeden Tag geschrieben, dass ich zurückkommen soll, dass ich in der Kabine fehle. Auch Christian Heidel und Sportdirektor Axel Schuster haben sich regelmäßig gemeldet und gefragt, wie es mir geht. Vor allem mit Axel Schuster habe ich viel kommuniziert.

Wie haben die Jungs reagiert, als die erneute Leihe perfekt war und du Ende Januar in die Kabine gekommen bist?
Sie haben sich mit mir gefreut. Nach ein paar Minuten hatte ich das Gefühl, als ob ich nie weg war.

Du hast dich für insgesamt anderthalb Jahre an den Verein gebunden. War es dein Wunsch, über das Ende der Saison hinaus auf Schalke zu bleiben?
Auf jeden Fall. Ich möchte der Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit helfen und ein Teil des Teams sein, das hier etwas aufbaut. Ich finde, der Verein ist auf einem sehr guten Weg.

Hast du unsere Spiele in England regelmäßig verfolgt?
Na klar. Ich habe kein einziges Spiel verpasst. Wenn ich es nicht live sehen konnte, habe ich mir die Aufzeichnung angeschaut. Dank Sky und Schalke TV war ich immer auf dem Laufenden. Vor jedem Spiel habe ich den Jungs per Whatsapp viel Glück gewünscht.

Hast du schon eine Wohnung in Gelsenkirchen gefunden?
Das musste ich gar nicht (lacht). Ich habe meine Wohnung im Sommer gar nicht erst gekündigt, weil ich immer gehofft habe, dass ich schnell zurückkehre.

Du warst für die linke Seite der absolute Wunschkandidat der sportlichen Leitung. Wie lief das erste Gespräch mit Domenico Tedesco ab?
Überragend. Nach nicht einmal einer Minute war ich absolut von ihm überzeugt, ich habe den Trainer sofort geliebt. Domenico Tedesco legt sehr großen Wert auf Kommunikation. Er hat mir seinen Plan mit mir erläutert und gleichzeitig auch mir zugehört. Der Verein kann sich glücklich schätzen, einen so tollen Trainer zu haben.

Du hast an den vergangenen Tagen komplett am Mannschaftstraining teilgenommen und schiebst zudem die eine oder andere Extra-Einheit. Wann bist du bereit für den Kader?
Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen eine Option sein kann. Wann es soweit ist, entscheidet der Trainer. In den vergangenen zwei Wochen habe ich sehr hart gearbeitet, um noch etwas Rückstand aufzuholen. Ich brauchte noch etwas Kraft, etwas Power.

Bereitet dir deine Verletzung noch Probleme?
Nein, zum Glück nicht. Ich habe keine Schmerzen mehr, und auch in meinem Kopf spielt es keine Rolle.

Welche Ziele hast du dir für die kommenden Wochen und Monate gesteckt?
Ich möchte im kommenden Jahr mit Schalke wieder europäisch spielen. Außerdem ist es mein Traum, das DFB-Pokalfinale in Berlin zu erreichen. Wir stehen jetzt im Halbfinale. Frankfurt ist sicherlich ein starker Gegner, aber ich glaube daran, dass wir es schaffen werden.

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