Alessandro Schöpf über ein besonderes Spiel und Qualitäten als Torjäger

Nach Länderspielen im Juni und anschließendem Urlaub ist Alessandro Schöpf am Montag (16.7.) wieder ins Mannschaftstraining der Königsblauen eingestiegen. Im Interview mit schalke04.de spricht der Mittelfeldspieler über seine Torjägerqualitäten auf internationalem Parkett, seinen Urlaub als WM-Zuschauer, das anstehende Trainingslager in seiner österreichischen Heimat und die Vorfreude auf das Duell mit dem 1. FC Nürnberg.

Alessandro, vor einigen Wochen haben viele Fans auf unseren Social-Media-Kanälen prognostiziert, dass die Bundesliga-Torjägerkanone 2018/2019 an dich gehen wird!
Wirklich? Ich glaube, das könnte schwierig werden (lacht).

Die Kommentare kamen nach deinen beiden Treffern für Österreich. Zunächst gegen WM-Gastgeber Russland, danach gegen Deutschland.
Da war ich wirklich ein Torjäger (schmunzelt). In der Nationalmannschaft spiele ich etwas offensiver. Da kommt es häufiger vor, dass ich vor dem gegnerischen Tor auftauche. Auf Schalke habe ich eine andere Rolle, andere Aufgaben. Aber ich hoffe natürlich, dass ich auch wieder das eine oder andere Tor erziele.

Torschützenkönig? Das könnte schwierig werden.

Alessandro Schöpf

War der Sieg gegen die DFB-Auswahl etwas Besonderes für dich? Österreich hatte letztmals 1986 gegen Deutschland gewonnen.
Da war ich noch nicht einmal geboren. Natürlich war es ein besonderes Spiel. Gegen Deutschland – das Land, in dem ich spiele. Dann der Sieg. Und als Krönung mein entscheidender Treffer zum 2:1-Endstand. Für uns in Österreich war das ein fußballerischer Feiertag. Noch lieber hätten wir aber an der Weltmeisterschaft teilgenommen.

Nach verpasster Qualifikation blieb für dich und dein Team nur die Zuschauerrolle. Hast du das Turnier in Russland dennoch verfolgt?
Ich habe mir sehr viele Spiele angeschaut. Wenn ich Zeit hatte, lief der Fernseher. Vor der WM habe ich gesagt, dass Frankreich den Titel holt. Da lag ich goldrichtig.

Abgesehen von der WM im TV. Wie hast du deinen Urlaub verbracht?
Ich war zunächst für eine Woche auf Ibiza und dann für einige Tage in Italien. Den Rest der freien Zeit habe ich in der Heimat bei meiner Familie verbracht.

Für mich als Österreicher gibt es nichts Schöneres als Training mit Bergen im Hintergrund.

Alessandro Schöpf

Wie oft hast du dabei deine Laufschuhe geschnürt?
Wie jeder andere Spieler auch hatte ich einen individuellen Trainingsplan. Dieses Programm habe ich abgearbeitet, sodass ich mich jetzt gut fühle und mit der Mannschaft trainieren kann.

In rund anderthalb Wochen brecht ihr ins Trainingslager nach Mittersill auf. Freust du dich schon auf die Tage in Österreich?
Auf jeden Fall. Wir sind schon zweimal dort gewesen, die Bedingungen in Mittersill sind top. Und für mich als Österreicher gibt es nichts Schöneres als Training mit Bergen im Hintergrund (schmunzelt).

Auf ein Spiel in den kommenden Monaten freust du dich vermutlich auch: das Duell mit deinem ehemaligen Verein 1. FC Nürnberg.
Als der Aufstieg des Clubs feststand, habe ich vielen Jungs, mit denen ich zusammengespielt habe, direkt eine Glückwunsch-Nachricht geschickt. Der 1. FC Nürnberg ist endlich wieder dort, wo er hingehört: in der Bundesliga. Die Fans beider Vereine werden sicherlich für eine überragende Stimmung im Stadion sorgen.

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