Alexander Jobst: Riesiger Schub in Sachen Bekanntheit

Nach einer knappen Woche ist der FC Schalke 04 aus China zurück. Marketing-Vorstand Alexander Jobst schildert auf schalke04.de seine Eindrücke sowie sein Fazit der Reise und nimmt Stellung zu den künftigen Plänen des S04 in China.

Alexander Jobst, seit heute haben Sie wieder deutschen Boden unter den Füßen – wie fällt Ihr Fazit des Besuchs im Reich der Mitte aus?

Nach einer intensiven, arbeitsreichen und erlebnisreichen Woche ziehen wir ein überaus positives Resümee. Vor der Reise haben Mannschaft, Trainerteam und Delegation große Vorfreude verspürt, aber auch ein wenig Ungewissheit, was uns genau erwartet. Heute wissen wir, dass uns in China große Begeisterung der Fans begleitet hat, die wir in dieser Form nicht vorhersehen konnten.

Der FC Schalke 04 hat China als wichtigen Markt identifiziert. Welchen Stellenwert hatte es, erstmals auch mit der Mannschaft vor Ort zu sein und sich den zahlreichen Fans zu zeigen?

Wir sind nun seit knapp 18 Monaten in China mit zahlreichen digitalen Aktivitäten und unserer Knappen-Fußballschule präsent. Für uns war der jetzige Zeitpunkt genau richtig, um mit der Mannschaft vor Ort zu sein, Gesicht zu zeigen und auch Testspiele gegen zwei chinesische Erstligisten auszutragen. Das jeweilige Zuschauerinteresse in den Stadien und die landesweite TV-Reichweite mit mehreren hundert Millionen chinesischen Zusehern bestätigen das eindrucksvoll. Schalke 04 möchte sich offenherzig, transparent und vor allem Fan-nah zeigen – dafür stehen wir in der Heimat und das sollte gleichsam in der Ferne gelten. Ich weiß nicht, ob sich unsere Mannschaft daran erinnern kann, schon einmal in einer Woche so viele Autogramm- und Fotowünsche erfüllt zu haben – das war schon verrückt, was teilweise bei den öffentlichen Auftritten und auch in unserem Hotel los war.

Welchen Bekanntheitsgrad genießt der FC Schalke 04 in China?

Der Aufenthalt hat uns definitiv einen riesigen Schub in Sachen Bekanntheit gebracht. Wir haben in der vergangenen Woche insgesamt über 20 weitere chinesische Social-Media-Auftritte eröffnet, unsere Fanbasis hat sich in dieser kurzen Zeit um mehrere hunderttausend Chinesen erhöht, sodass wir inzwischen von über einer Millionen Schalke Fans in China sprechen, die im Social-Media-Bereich aktiv sind. Hinzu kommen die Fans, die nicht stündlich auf ihr Smartphone schauen, davon gibt es in China auch noch einige (lacht).

Die Internationalisierungsstrategie des S04 ist langfristig ausgelegt. Welche königsblauen Aktivitäten sind künftig in China geplant?

Zunächst werden wir nun intern analysieren, welche Maßnahmen besonders gut angekommen und wiederholenswert sind. Fest steht, dass wir neben den Projekten der Fußballschule im Bereich der Digitalisierung weitere Projekte über das ganze Jahr umsetzen, um für unseren Verein ein ständiges Interesse in China zu erzeugen. Auch deshalb arbeiten wir bereits seit einigen Monaten mit einer chinesischen Agentur zusammen, die Schalke 04 in China offiziell repräsentiert, uns in den Maßnahmen berät und diese lokal umsetzt. Es wird wichtig sein, in China nachhaltig und konsequent zu agieren, dann wird diese Reise im späteren Rückblick noch mehr wertzuschätzen sein – mit der Gewinnung neuer Fans und wirtschaftlichem Erfolg. Innerhalb des Vorstands sind wir davon überzeugt, dass diese Reise nicht der letzte China-Aufenthalt von Schalke 04 war.

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