Atsuto Uchida: Muskelkater stört mich nicht

Die Beine waren schwer. Trotzdem strahlte Atsuto Uchida nach dem Testspielsieg gegen den KV Oostende, als er vor die Kamera von Schalke TV trat und stolz in gutem Deutsch über eine Halbzeit sprach, die ihm sehr viel bedeutet. „Die 45 Minuten gegen Oostende taten sehr gut“, sagte der Japaner, der im Dezember im Europa-League-Spiel in Salzburg nach 639 Tagen Leidenszeit (Patellasehnenverletzung) sein Comeback gefeiert hatte.

„Das war ein Gänsehautmoment, auch wenn es nur ein Kurzeinsatz war. Gegen Oostende habe ich nun erstmals wieder eine ganze Halbzeit gespielt“, erklärte der Rechtsverteidiger. Dabei gelang dem Publikumsliebling der Königsblauen sogar die Vorlage zum 2:1-Siegtreffer von Yevhen Konoplyanka. „Ich denke, ich habe meine Sache ganz ordentlich gemacht.“

Den Muskelkater am Ende des Trainingslagers lachte Uchida weg. „Die Woche im Trainingslager ist sehr gut für mich gelaufen. Dass die Beine wehtun, ist nach acht Tagen harter Arbeit ganz normal“, sagte der Japaner, der in Benidorm über keinerlei Beschwerden klagte. „Ein bisschen habe ich die Verletzung zwar noch im Hinterkopf. Aber ich habe keine Angst in Zweikämpfen“, verriet er.

Die Woche im Trainingslager ist sehr gut für mich gelaufen.

„Bei wieviel Prozent ich schon stehe, kann ich nicht genau sagen. Ich schätze, es sind vielleicht 80. Es wird von Tag zu Tag mehr“, meinte der Defensivmann über seinen derzeitigen Fitnesszustand und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft in der Rückrunde noch helfen kann. Jeden Tag trainiere ich auch noch individuell, um Muskeln aufzubauen.“

Markus Weinzierl setzt den 28-Jährigen bewusst nicht unter Druck. Das Vorbereitungsspiel in Chemnitz am Samstag (14.1.) soll für Uchida nun ein weiterer Härtetest werden. „In Benidorm konnte Atsuto im Training voll mitziehen. Bei ihm gilt es jetzt, Tag für Tag den Rückstand nach der langen Pause aufzuholen“, erklärte der Coach. „Deshalb sind solche Spiele wie zuletzt gegen Oostende oder auch in Chemnitz sehr wichtig für Atsuto. Bei diesen Härtetests können wir sehen, wie weit er schon ist und was noch fehlt.“

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