Bastian Oczipka: Lassen uns nicht von unserem Weg abbringen

Das Spiel gegen Bayern München sorgte am Samstagabend (24.8.) bei den Königsblauen für viele enttäuschte Gesichter. Bastian Oczipka fand seinen Optimismus jedoch schnell wieder. Auf schalke04.de spricht der Linksverteidiger über die Gründe für die Niederlage, positive Ansätze und die Reaktion der Fans nach dem Schlusspfiff.

Bastian, 0:3 klingt nach einer eindeutigen Niederlage…
Das Ergebnis hört sich klar und deutlich an. Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Aber ich finde, wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Es waren bittere Gegentore, darunter ein Elfmeter und ein Freistoß. Gerade der zweite Treffer fiel in einer Phase, in der wir im Aufschwung waren.

Wenn man gegen Bayern München Punkte einfahren möchte, muss vermutlich alles zusammenpassen.
Definitiv. Das sind die Momente, die gegen Bayern in deine Richtung laufen müssen: zum Beispiel, dass der Freistoß von Robert Lewandowski in die Mauer oder über das Tor fliegt und dass wir stattdessen eine unserer Chancen nutzen.

Zudem gab es die eine oder andere strittige Schiedsrichterentscheidung.
Aus meiner Sicht hätten wir zwei Elfmeter kriegen können. Nach dem Freistoß von Daniel Caligiuri haben wir dem Schiedsrichter mitgeteilt, dass Ivan Perisic den Ball mit der Hand berührt hat. Er wollte es kontrollieren lassen, hat seine Entscheidung aber leider nicht geändert. Wenn solche Situationen im Spiel gegen Bayern nicht zu deinen Gunsten ausfallen, wird es schwer.

An der Reaktion der Fans nach dem Schlusspfiff hat man gemerkt, dass sie mit unserer Leistung einverstanden waren. Das ist ganz wichtig und gibt uns ein gutes Gefühl.

Bastian Oczipka

Trotzdem muss man von einem verdienten Sieg des Rekordmeisters sprechen. Welche Punkte müssen noch verbessert werden?
In der ersten Halbzeit hat uns noch ein bisschen der Mut gefehlt. Da hätten wir es im eigenen Ballbesitz besser machen und zielstrebiger nach vorne spielen können – so wie wir es anschließend in der zweiten Halbzeit gemacht haben. Natürlich ist noch nicht alles gut, was wir machen. Aber man sieht in vielen Phasen, dass wir aggressiv und bissig sind, um den Gegner früh unter Druck zu setzen.

Das schwierige Auftaktprogramm mit zwei Europapokal-Teilnehmern ist absolviert. Mit welchem Gefühl blickst du nun auf die kommenden Wochen?
Der Trainer hat gesagt, dass wir uns jetzt nicht von unserem Weg abbringen lassen sollen. Und das werden wir auch nicht. Wir haben gekämpft und viele Meter gemacht. An der Reaktion der Fans nach dem Schlusspfiff hat man gemerkt, dass sie mit unserer Leistung einverstanden waren. Das ist ganz wichtig und gibt uns ein gutes Gefühl. Wir werden uns Schritt für Schritt verbessern und wieder Spiele gewinnen.

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