Benjamin Stambouli: Eine neue Serie starten

Bislang stand Benjamin Stambouli in jedem Europa-League-Spiel auf dem Feld, zuletzt sogar dreimal über die volle Distanz. Berechtigt brennt der Franzose beim FC Salzburg auf die nächsten 90 Minuten. Im Gespräch mit schalke 04.de erklärt er außerdem, wie wichtig es für ihn ist, möglichst schnell die deutsche Sprache zu lernen.

Nach seinem späten Wechsel im Sommer ging für Benjamin Stambouli alles ziemlich schnell. Gerade erst von Paris Saint-Germain verpflichtet, stand der Mittelfeldmann gemeinsam mit Nabil Bentaleb im ersten Heimspiel der Saison gegen Bayern München bereits in der Startelf. Auch in den folgenden vier Partien agierte der Franzose stets von Beginn an, konnte den schlechten Start allerdings ebenfalls nicht abwenden.

Nachdem Chef-Trainer Markus Weinzierl das System auf 3-5-2 umstellte, erhielten im Mittelfeldzentrum zuletzt Johannes Geis, Leon Goretzka und Bentaleb den Vorzug. Stambouli lief dafür weiterhin in der Europa League von Beginn an auf und hatte seinen Anteil daran, dass sich die Knappen bereits nach vier Partien als Gruppensieger für die Zwischenrunde qualifizieren konnten.

Stambouli begrüßt die Rotation

Trotz der klaren Ausgangslage wollen Stambouli und Co. in Österreich dreifach punkten, besonders, da in Leipzig gerade erst die Serie von zwölf ungeschlagenen Pflichtspielen zu Ende gegangen ist. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass die Serie gerissen ist“, sagt der 26-Jährige. „Aber ich bin mir sicher, dass wir eine neue starten werden.“

Wie von Weinzierl angekündigt, wird es auch in Salzburg wieder einige Veränderungen in der Anfangsformation geben. Für Stambouli eine gute Entscheidung, denn „gerade die Spieler, die sonst nicht so oft zum Zug kommen, können dort ihre Chance nutzen, um sich zu entwickeln. Wenn ich spiele, werde ich versuchen, meine Mitspieler möglichst gut zu unterstützen.“

„Schalke ist ein toller Club“

Für die nötige verbale Unterstützung lernt Stambouli bereits fleißig deutsch. „Zuerst ist es immer wichtig, die Sprache zu verstehen. Besonders, was dir deine Mitspieler auf dem Feld sagen und was der Trainer dir versucht zu erklären“, vermittelt er seine Herangehensweise an die Fremdsprache. „Anschließend werden beispielsweise mal in der Kabine ein paar Scherze gemacht, um mehr zu lernen. Es entwickelt sich auf jeden Fall ganz gut.“

Nicht nur was die Sprache angeht, war Gelsenkirchen und gerade die deutsche Elite-Fußballklasse für Stambouli eine Umstellung: „In der Bundesliga sind die Spiele viel intensiver. Außerdem ist der Glaube an einen Sieg – egal gegen welchen Gegner – bei jedem im Team vorhanden, das ist in Frankreich anders.“ Nach den ersten Monaten in Königsblau bleibt für ihn festzuhalten: „Schalke ist ein toller Club mit unglaublichen Fans und Mitspielern. Ich versuche, die Kultur und die andere Spielweise in der Bundesliga möglichst schnell zu lernen. Es ist mir sehr wichtig, mich anzupassen. Dafür arbeite ich sehr hart.“

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Benjamin Stambouli

Position Verteidiger
Geburtsdatum 13.08.1990
Größe 1.8 m
Gewicht 82 kg
Auf Schalke seit 26.08.2016

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