Benjamin Stambouli: Nicht völlig neu für mich

In den bisherigen Testspielen lief Benjamin Stambouli zumeist als Verteidiger in der Dreierkette auf. Auf schalke04.de spricht der Franzose über seine neue Rolle, Fortschritte beim Sprachunterricht, die Kommunikation mit dem Trainer und den abschließenden Test bei Crystal Palace.

Benjamin Stambouli, seit wenigen Wochen bekleidest du eine neue Position. Wie gefällt dir die Rolle in der Abwehr?
Ich fühle mich wohl. Dort muss ich sehr fokussiert sein, da wir als Team insgesamt einen anderen Spielstil als im Vorjahr an den Tag legen. In Montpellier habe ich bereits in der Abwehrreihe gespielt, deshalb ist es nicht völlig neu für mich. Grundsätzlich spiele ich dort, wo der Coach mich aufstellt.

Deine erste Saison auf Schalke endete auf Rang zehn. Wie fällt dein persönliches Fazit aus?
Es gab gute Momente, aber auch Phasen, in denen es für mich und die Mannschaft nicht gut lief. Wir müssen als Team daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Ich glaube, dass mir die Erfahrungen der vergangenen Saison helfen werden. Ich kenne den Verein und die Bundesliga jetzt viel besser.

Wir führen dieses Interview zum Teil auf Deutsch. Du beherrschst die Sprache nach knapp einem Jahr schon sehr gut …
Vielen Dank, dieses Lob freut mich. Deutsch ist eine schwere Sprache. Ich verstehe schon fast alles und kann auch vieles schon selbst ausdrücken. Es wird besser und besser. Wir haben regelmäßig Sprachunterricht. Das Gelernte wende ich dann direkt in der Kabine an. Mir bereitet das Erlernen einer neuen Sprache sehr viel Spaß.

Domenico Tedesco kann aber auch auf Französisch mit dir kommunizieren. Hilft dir das im Training und im Spiel?
Auf jeden Fall. Gerade bei komplexen Anweisungen im Spiel ist es sehr gut, weil es da um eine schnelle Umsetzung geht. Manchmal mixen wir auch Deutsch und Französisch, dazu auch Englisch.

Die Vorbereitung ist fast vorbei. Wie weit ist euer Team?
Wir befinden uns in der physischen Verfassung, über volle 90 Minuten zu spielen. In den Testspielen war es ja zumeist so, dass jeder häufig nur eine Halbzeit im Einsatz war. So konnte sich auch jeder Spieler dem Trainer präsentieren. Spielerisch sind wir auf einem guten Weg. Ich finde, wir setzen immer mehr von dem um, was Domenico Tedesco von uns verlangt.

Am Samstag steht der finale Test bei Crystal Palace an. Ein Gegner, der dir nicht unbekannt ist …
Das stimmt. Ich kenne die Mannschaft noch aus meiner Zeit bei den Tottenham Hotspur. Crystal Palace hat ein Team, das sehr schnell umschaltet und bei Kontern stets gefährlich ist. Sie spielen in einem alten und engen Stadion. Da spürt man auf dem Rasen förmlich die Tradition. Das ist für uns noch einmal ein guter Test, bei dem wir eine Woche vor dem Pflichtspielstart voll gefordert werden. Wir wollen die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem guten Auftritt abschließen.

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

200212_nastasic

Matija Nastasic: 100 Bundesligaspiele für Schalke bedeuten mir sehr viel

In der Partie gegen den SC Paderborn 07 ist Matija Nastasic in den „Club der Hunderter“ aufgestiegen. Im Interview mit schalke04.de spricht der Innenverteidiger über diesen Meilenstein, die kommende Partie gegen Mainz und warum es gut ist, dass der nächste DFB-Pokal-Gegner Bayern München heißt.

200121_serdar

Suat Serdar: Haben eine junge Truppe mit einer vielversprechenden Zukunft

Mit sieben Toren führt Suat Serdar die interne Torschützenliste des FC Schalke 04 an – und muss sich doch ab und zu einen nett gemeinten Spruch von Amine Harit anhören. Im Interview mit schalke04.de spricht der 22-Jährige über seine Torgefahr, die Weiterentwicklung der jungen Schalker Mannschaft und darüber, warum auch im Spiel beim FC Bayern etwas zu holen ist.

Jean-Clair Todibo

Jean-Clair Todibo: Meine Rückennummer ist ein Geschenk für meine Mutter

Die neue königsblaue 21 heißt Jean-Clair Todibo. Einen Tag nach seiner Vertragsunterzeichnung hat sich schalke04.de mit dem französischen U20-Nationalspieler zum Interview getroffen, um mit ihm über die ersten Eindrücke im neuen Umfeld, die Gründe für seinen Wechsel ins Revier, seine Ziele und die Bedeutung seiner Rückennummer zu sprechen.

Amine Harit

Amine Harit im Kreisel-Interview: „Kein Recht mehr auf Fehltritte“

Wie befreit: Amine Harit spielt wieder groß auf und hat beim S04 jüngst ein neues Arbeitspapier unterschrieben. Im Interview im neuen Schalker Kreisel spricht er über schöne, traurige und lehrreiche Momente – und darüber, wie schnell das Leben sich ändern kann.