Benjamin Stambouli: Spirit in den ersten Einheiten war sehr gut

Im Kreis seiner Familie hat Benjamin Stambouli in der fußballfreien Zeit die Akkus in der Heimat aufgeladen. Nun ist der 28-Jährige voller Tatendrang und freut sich auf die kommenden Aufgaben. Im Interview mit schalke04.de spricht der Franzose über die ersten Tage nach der Sommerpause, seinen Urlaub, seinen neuen Mitspieler Ozan Kabak und das Testspiel in Oberhausen.

Benjamin Stambouli

Benji, die ersten Einheiten unter David Wagner liegen hinter dir. Wie ist dein erster Eindruck eures neuen Trainers?
Er strahlt eine positive Energie aus und vermittelt uns neue Ideen. Zudem ist David Wagner sehr kommunikativ und sucht immer wieder das Gespräch mit der Mannschaft und auch einzelnen Spielern. Der Spirit auf dem Platz war bereits in den ersten Einheiten sehr gut. Ich habe bei unserem neuen Trainer ein sehr gutes Gefühl und glaube, dass wir mit ihm eine gute Saison spielen werden.

Die vergangene Spielzeit verlief enttäuschend. Hast du das abgelaufene Jahr nach dem Saisonende noch einmal Revue passieren lassen?
Gerade zu Beginn meines Urlaubs hat es mich nicht losgelassen. Aus meiner Sicht gab es mehrere Gründe für das enttäuschende Abschneiden. Gerade der Start mit den fünf Niederlagen hintereinander hat vieles erschwert. Denn wir hatten viele Englische Wochen und daher kaum die Möglichkeit, im Training an uns zu arbeiten, damit es besser wird. Wenn ein Spiel abgepfiffen war, stand häufig direkt das nächste an. Mit den ausbleibenden Erfolgserlebnissen wurde es dann immer schwerer. Am Ende sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Das Jahr sollten wir jetzt schnell abhaken. Gleichzeitig müssen wir aber auch aus unseren Fehlern lernen.

Wir müssen aus unseren Fehlern lernen.

Benjamin Stambouli

Wo hast du deinen Urlaub verbracht?
Ich war fast die gesamte Zeit in Uzès, meiner Heimat. Das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Montpellier. Meine Familie lebt noch immer dort. Für mich war es großartig, den Urlaub mit den Menschen verbringen zu können, die mir am meisten bedeuten. Meine Eltern und Großeltern, mein Bruder, mein Onkel, mein Neffe – sie alle waren da. Meine Familie besucht mich zwar häufiger in Deutschland, aber einen kompletten Monat haben wir schon lange nicht mehr gemeinsam verbringen können.

Wie hast du dich fitgehalten?
In den vergangenen Jahren habe ich häufig Fußball gespielt. Das habe ich dieses Mal allerdings gelassen, weil ich ein wenig Angst hatte, mich beim Kicken auf dem Bolzplatz zu verletzen. Denn ich wollte unbedingt topfit und beschwerdefrei in die Vorbereitung gehen. Nach dem Saisonende hat jeder Spieler einen individuellen Trainingsplan bekommen. Dieses Programm habe ich absolviert. Ich fühle mich gut.

Hattest du während des Urlaubs Kontakt zu deinen Mitspielern?
Wir haben eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe, da kamen viele verrückte Fotos und Videos rein (lacht). Vor allem Weston McKennie hat zuletzt viele Videos vom Gold Cup in den USA geschickt. Ich drücke ihm die Daumen, dass er das Turnier mit seiner Mannschaft gewinnt.

Für mich war es großartig, den Urlaub mit den Menschen verbringen zu können, die mir am meisten bedeuten.

Benjamin Stambouli

Mit Ozan Kabak wurde ein talentierter Kicker verpflichtet, der ebenso wie du in der Defensive spielt. Kanntest du ihn bereits vor seinem Wechsel zu Schalke?
In der vergangenen Saison haben wir in der Champions League gegen ihn gespielt. Vor der Partie in Istanbul hat uns Domenico Tedesco damals explizit auf Ozan Kabak hingewiesen. Er sprach von einem ganz jungen Innenverteidiger, der schon sehr abgeklärt und einer der Leistungsträger seiner Mannschaft sei. Das hat sich auf dem Platz bewahrheitet. Ozan war einer der besten Spieler bei Galatasaray. Ich habe an den vergangenen Tagen bereits mehrfach mit ihm gesprochen. Ich finde, er ist nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich ein richtig feiner Typ. Leider hat er sich vor ein paar Tagen verletzt. Ich hoffe, dass er schnell wieder fit wird.

Am Sonntag bestreitet ihr euer erstes Testspiel – und das nicht weit entfernt von Gelsenkirchen in Oberhausen. Freust du dich auf den Auftritt in der Nachbarschaft?
Auf jeden Fall. Ich denke, dass viele Fans dabei sein werden und freue mich vor allem darauf, das erste Mal mit unserem neuen Trikot spielen zu dürfen.

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