Breel Embolo: Das ist ein Ansporn für mich

Schmerzlich wird Breel Embolo auf Schalke vermisst. Nach seinen Debüttreffern im Oktober gegen Mönchengladbach folgte nur eine Woche später in Augsburg eine schwere Verletzung. Mittlerweile befindet sich der Schweizer Youngster im Aufbautraining. schalke04.de hat den Angreifer beim vergangenen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen im Schalke Museum zum Interview getroffen.

Breel Embolo, anhand der Reaktionen in der VELTINS-Arena ist deutlich zu spüren, wie sehr sich die Fans freuen, Sie wiederzusehen. Wie sehr freuen Sie sich, wieder hier zu sein?

Ich freue mich natürlich sehr, dass ich wieder hier bin. Wenn auch nicht auf dem Platz, sondern hier im Vereinsmuseum. Jetzt konnte ich auch hier wieder etwas Neues lernen. Über die Vereinshistorie, die Titel und Erfolge – das ist auch ein Ansporn für mich, mich hier mal verewigen zu können. Deswegen kann ich sagen, heute mental wieder einen Schritt vorwärts gemacht zu haben.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen verbracht?

Es war wirklich nicht so einfach. Um ehrlich zu sein, gab es Tage, an denen es mir schlecht ging. Aber dann konnte ich den Fokus auch schnell wieder darauf legen, auf den Platz zurückzukommen. Außerdem habe ich immer versucht, die Mannschaft zu unterstützen. Egal wie – ob mit Nachrichten, Anrufen oder Posts auf Instagram. Ich wollte die Unterstützung, die ich erhalten habe, auch wieder zurückgeben. Die Mannschaft hat es in den vergangenen Wochen super gemacht und sich da unten rausgekämpft.

Wie sehr hat Ihnen die Videobotschaft der Mannschaft so kurz nach der Verletzung geholfen?

Ich war total sprachlos, das war sehr schön. Ich wusste ehrlicherweise nichts davon. Als ich das Video gesehen habe, musste ich laut lachen und konnte meine Verletzung für einen Moment vergessen. Das Video kam auch in der Schweiz sehr gut an. Das zeigt, dass ich den richtigen Verein und die richtige Mannschaft ausgewählt habe.

Die Verletzung kam zu einem Zeitpunkt, als Sie gerade erst Ihre ersten Bundesliga-Tore für Schalke gegen Mönchengladbach geschossen hatten. Wie verarbeitet man dann so einen Rückschlag?

Es war schwer. Bis vor der Operation konnte ich noch lachen, ich habe sogar das Spiel noch zu Ende geschaut, bis irgendwer mich fragte: ‚Junge, geht’s dir gut? Du musst gleich operiert werden!‘ Dann ging es mir ein paar Sekunden schlecht, aber kurz danach musste ich schon wieder lachen. Irgendwie war mir lange nicht klar, dass ich verletzt bin. Als der Arzt dann aber mit mir geredet hat, habe ich schon ein paar Gedanken gemacht, wie es jetzt weiter geht. Warum musste mir das passieren?

Glücklicherweise ist bei der OP alles gut gelaufen und ich habe schnell die Unterstützung der Familie, des Vereins und der Mitspieler bekommen. Als ich am nächsten Tag aufgestanden bin, habe ich nur noch positiv gedacht und mich darauf fokussiert, so schnell und gesund wie möglich zurückzukommen.

Haben Sie sich bestimmte Ziele gesetzt?

Das ist leider noch etwas schwer zu sagen. Ich habe nächste Woche noch einen Termin beim Arzt. Momentan verläuft der Heilungsprozess aber sehr gut. Ich bin sehr glücklich, die Physios sind sehr glücklich und die Ärzte sind sehr glücklich.

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Breel Embolo

Position Stürmer
Geburtsdatum 14.02.1997
Größe 1.85 m
Gewicht 86 kg
Auf Schalke seit 01.07.2016

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