Breel Embolo: Wir wollen liefern!

Nach der Europameisterschaft 2016 nimmt Breel Embolo das zweite Mal an einem großen Turnier mit der Schweiz teil. Am Sonntag (17.6., 20 Uhr) starten die Eidgenossen mit der Partie gegen Brasilien in die WM. Auf schalke04.de spricht der Angreifer über die WM.

Breel, wie läuft die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft? Seid ihr schon in WM-Form?
Die Vorbereitung läuft sehr gut. Wir fühlen uns bereit. Die beiden Testspiele vor dem Auftakt sind sehr positiv für uns verlaufen. Wir wissen, dass wir noch an der einen oder anderen Stellschraube drehen müssen, um im Turnier weit zu kommen. Dennoch gehen wir mit einem guten Gefühl in die WM und sind sehr, sehr zuversichtlich.

Im letzten Test vor dem Turnier durftest du von Beginn an ran. Wie siehst du deine Chancen auf einen Startelf-Einsatz im Spiel gegen Brasilien?
Ich konnte meine Verletzung gut auskurieren, bin gesund und habe keine Schmerzen – das ist das Wichtigste. Gegen Japan durfte ich von Beginn an ran und hatte gute Aktionen. Natürlich gab es auch Situationen, die ich anders hätte lösen können. Ich fühle mich dennoch gut und bin bereit. Letztendlich entscheidet der Trainer, wer von Beginn an spielt. Er wird uns seine Idee vermitteln und wir werden versuchen, sie umzusetzen.

Wir respektieren jeden Gegner und wissen, dass alle Mannschaften in der Gruppe ihre Qualitäten haben.

Breel Embolo

Ist es ein Vorteil oder ein Nachteil direkt zu Beginn gegen einen der Turnierfavoriten antreten zu müssen?
Ich glaube, das spielt keine große Rolle. In so einem Turnier ist jeder Gegner stark. Jede Mannschaft, die dabei ist, hat sich die Teilnahme an der WM erarbeitet und verdient. Dass wir gerade gegen Brasilien unser erstes Spiel bestreiten, ist eine große Herausforderung für uns. Jeder weiß, was für Weltklasse-Spieler Brasilien in den Reihen hat. Aber wir wissen auch, was wir können. Wir haben Respekt, aber keine Angst. Deswegen sind wir froh, dass wir uns auch mit so einem Gegner messen können. Es wird sicherlich ein spannendes Spiel – hoffentlich mit einem positiven Ausgang für uns.

Wie siehst du eure Chancen in der Gruppe mit Brasilien, Serbien und Costa Rica?
Wir wollen natürlich in die K.o.-Runde einziehen. Das ist unser Ziel. Aber in so einem Turnier kann eine Menge passieren. Wir respektieren jeden Gegner und wissen, dass alle Mannschaften in der Gruppe ihre Qualitäten haben. Klar ist: Wir wollen liefern! Was dann dabei herauskommt, werden wir sehen. Es werden definitiv spannende Begegnungen.

Vor der WM hast du dich gemeinsam mit Matija Nastasic auf einen internes S04-Duell in der Gruppenphase gefreut. Hattest du mit ihm Kontakt, nachdem feststand, dass er nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann?
Wir haben uns wirklich sehr auf dieses Duell gefreut. Gleichzeitig hatten wir beide im Vorfeld aber auch Pech, weil wir uns gegen Ende der Saison verletzt haben. Schade, dass es für Matija nicht mehr gereicht hat. Wir haben uns regelmäßig ein wenig ausgetauscht. Für mich war es überraschend, dass er am Ende nicht nominiert wurde. Ich bin davon ausgegangen, dass er es noch schafft. Aber er hat alles getan, um rechtzeitig fit zu werden. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, sein Ausfall ist für Serbien ein großer Verlust. Auch wenn es auf der anderen Seite ein Vorteil für uns ist, ist es sehr schade, dass so ein Spieler nicht dabei sein kann.

Nach der EM 2016 in Frankreich ist es für dich das zweite große Turnier mit der Schweiz. Helfen dir diese Erfahrungen bei der Vorbereitung auf die WM?
Klar, die EM war schon ein super Erlebnis. Natürlich sammelt man als junger Spieler bei so einem Turnier eine Menge Erfahrung. Man nimmt die positiven Dinge mit und versucht, aus den negativen Erlebnissen zu lernen. Ich denke, unser Ausscheiden damals gegen Polen war unverdient. Wir sind jetzt gereift, jeder Spieler hat einen Schritt nach vorne gemacht. Ich selbst bin vom Kopf her, aber auch körperlich weiter. Dennoch ist die Weltmeisterschaft noch eine Nummer größer. Wir werden sehen, wie weit wir es diesmal schaffen.

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