Coke: Schritt für Schritt zurück auf den Rasen

Tag für Tag arbeitet Coke hart, damit er schon bald sein erstes Pflichtspiel in Blau und Weiß absolvieren kann. Im Interview mit schalke04.de spricht der Neuzugang vom FC Sevilla, der im Trainingslager in Mittersill eine Kreuzbandverletzung erlitten hatte, über den Weg zurück auf den Platz, seinen ersten Besuch in der VELTINS-Arena und die aktuelle sportliche Lage.

Coke, vor wenigen Tagen haben Sie das erste Mal Übungen auf dem Trainingsplatz des FC Schalke 04 absolviert. Welche Gefühle hat das nach den vielen Stunden in der Reha und im Kraftraum in Ihnen hervorgerufen?

Ich habe es vermisst, auf dem Rasen zu arbeiten. Das ist für einen Fußballer noch einmal etwas ganz anderes als die Schufterei an Geräten. Deshalb tat es natürlich sehr gut.

Stört Sie als Spanier dabei das herbstliche Wetter in Deutschland?

Nein (lacht). Dass es auch mal regnet oder windig ist, kenne ich aus meiner Heimat. Mir macht das nichts aus.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf Ihres Aufbautrainings?

Die Arbeit mit unseren Physiotherapeuten tut mir sehr gut, ich fühle mich immer besser. Dass mein Knie Zeit braucht, ist mir aber bewusst. Deshalb muss ich Schritt für Schritt machen und darf nichts überstürzen.

Hatten Sie neben dem Training schon Zeit, etwas von Gelsenkirchen zu sehen?

Leider noch nicht wirklich, da ich momentan von morgens bis abends trainiere und alle Kraft dafür investiere, um endlich wieder Fußball spielen zu können. Nach dem Training braucht mein Knie die Ruhe, um sich zu regenerieren. Deshalb habe ich noch keine Ausflüge oder ähnliches in Gelsenkirchen und Umgebung unternommen. Aber das hole ich selbstverständlich nach. Schließlich bin ich nicht nur hier, um Fußball zu spielen. Ich lebe hier und möchte viele neue Dinge kennenlernen.

Wie bewerten Sie die aktuelle sportliche Lage?

Die Saison ist noch lang, bisher sind erst elf Spiele in der Bundesliga gespielt. Nach dem Fehlstart haben wir zum Glück den Hebel umgelegt und gezeigt, was wir drauf haben. Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft. In der Europa League und im DFB-Pokal liegen wir voll im Soll – und in der Bundesliga werden wir ganz bestimmt noch Boden gut machen.

Beim Europa-League-Spiel gegen den FK Krasnodar waren Sie erstmals in der VELTINS-Arena, drei Tage später haben Sie den Sieg gegen Werder Bremen ebenfalls von der Tribüne aus verfolgt. Wie war‘s?

Die Atmosphäre war fantastisch und noch einmal etwas ganz anderes als vor dem Fernseher. Ich bin völlig begeistert von den Fans und freue mich schon auf den Tag, wenn ich vor diesen fantastischen Menschen auf dem Rasen stehen darf. Ich denke jeden Tag daran.

Für Sie ist es derzeit die erste größere Verletzung in Ihrer Karriere …

… und deshalb auch eine völlig neue Situation. Aber ich werde auf Schalke sehr professionell betreut und weiß, dass alle Beteiligten ihr Bestes geben, damit ich schnell wieder auf den Platz zurückkehre. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung.

Gibt es schon einen konkreten Zeitpunkt für Ihre Rückkehr?

Ich hoffe, dass ich im Trainingslager in Benidorm wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Ob das klappt, hängt natürlich davon ab, wie mein Knie Tag für Tag auf die gesteigerte Belastung reagiert. Es wäre ein Fehler, wenn ich mich jetzt selbst unter Druck setzen würde und mir einen bestimmten Tag vornehme, an dem ich wieder dabei bin.

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