Daniel Caligiuri: Dürfen uns nicht auf dem Derbysieg ausruhen

Mit zwei Toren hatte Daniel Caligiuri großen Anteil am Derbysieg. Für den 31-Jährigen waren es allerdings nicht die ersten Erfolgserlebnisse gegen die Schwarz-Gelben. In den vier vergangenen Duellen mit dem BVB war er an sieben Treffern beteiligt (vier Tore, drei Vorlagen). Auf schalke04.de spricht der Mittelfeldmann über die Sekunden vor dem Elfmeter zum Ausgleich, den Freistoß, der zum 3:1 führte, und die Bedeutung der Partie für die kommenden Aufgaben.

Daniel, vor dem Anpfiff hatten euch die wenigsten Experten einen Erfolg im Derby zugetraut. Wie seid ihr das Spiel angegangen?
Wir wollten vor allem kompakt stehen und kämpferisch alles reinwerfen. In einem Derby ist immer alles möglich. Man kann diese Duelle mit einem K.o.-Spiel vergleichen, so wie im DFB-Pokal. Da spielt die aktuelle Tabellensituation nur eine untergeordnete Rolle. Wir haben einfach an uns geglaubt und standen als Einheit auf dem Platz. Dabei war jeder für den anderen da.

Was ging dir durch den Kopf, als Mario Götze die Schwarz-Gelben nach 14 Minuten in Führung gebracht hat?
Ich wusste, dass wir zurückkommen und eine Antwort geben können. Wir haben ja auch schon mal mit 0:4 zurückgelegen (lacht). Wichtig war, dass wir anschließend Mentalität gezeigt und bewiesen haben, dass wir kämpfen können. Abgesehen von dem Gegentor ist es uns gelungen, die Räume sehr gut zuzumachen.

Nur 04 Minuten nach dem 0:1 hast du vom Punkt ausgeglichen. Wie hast du dich gefühlt, als du vor der Südtribüne zum Elfmeter angelaufen bist?
Es war schon sehr, sehr laut. Aber wenn ich einen Strafstoß schieße, blende ich um mich herum alles aus und konzentriere mich einfach nur auf den Schuss. Das habe ich schon immer so gemacht.

Vor dem Freistoß, der zum 3:1 geführt hat, hatte ich ein richtig gutes Gefühl.

Daniel Caligiuri

Nach 62 Minuten folgte dein zweiter Treffer an diesem Nachmittag. Wir haben dich am Tag vor dem Derby im Training beobachtet und gesehen, dass du Freistöße trainiert hast …
Das stimmt. Das mache ich aber regelmäßig. Am Tag vor dem Derby lief es dabei besonders gut. Im Spiel meinte Bastian Oczipka zwar, dass ich lieber flanken solle, weil die Entfernung zu weit sei. Aber ich hatte ein gutes Gefühl und war überzeugt davon, dass mir ein Treffer gelingen kann. Dass der Ball dann nahezu perfekt in den Winkel geflogen ist, war einfach super.

Für dich war es der vierte Derbytreffer in den vergangenen vier Spielen. Warum läuft es für dich persönlich gerade gegen die Schwarz-Gelben so gut?
Gute Frage. Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht so genau beantworten. Ich will in jedem Spiel erfolgreich sein. Dabei stehen Tore für mich nicht im Vordergrund, mir geht es immer um den Erfolg der gesamten Mannschaft.

Für die Fans bist du der große Derbyheld!
Die Mannschaft war genial. Wir alle sind Derbysieger. Damit meine ich nicht nur die Jungs, die auf dem Platz standen, sondern auch den Trainerstab und unseren Staff. Und vor allem unsere Fans. Sie waren wieder unser „Zwölfter Mann“.

Was bedeutet der Derbysieg im Hinblick auf die verbleibenden Spiele in dieser Saison?
Der Erfolg verleiht uns noch einmal Kraft für die kommenden Aufgaben. Wenn wir gegen Augsburg, Leverkusen und Stuttgart ebenso auftreten, wird es ganz schwer, uns zu bezwingen. Eines muss uns alles bewusst sein: Wir dürfen uns nicht auf dem Derbysieg ausruhen, sondern müssen weiter hart arbeiten!

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