Daniel Caligiuri: Jeder Einzelne hatte ein Lächeln im Gesicht

Gemeinsam mit seinen Mitspielern legt Daniel Caligiuri derzeit in Fuente Alamo den Grundstein für den zweiten Saisonteil. Im Interview mit schalke04.de spricht der 31-Jährige über seinen Start ins neue Jahr, die Unterstützung der Fans, die Rückrunde, seine Ziele und die Hoffnung, seine persönliche Derby-Serie auszubauen.

Daniel Caligiuri

Daniel, frohes neues Jahr! Wie hast du die Feiertage und den Jahreswechsel verbracht?
Weihnachten habe ich gemeinsam mit meiner Familie gefeiert. Dabei habe ich meine Frau überrascht und ihr eine mehrtägige Reise nach Rom geschenkt. Dort haben wir dann zusammen Silvester verbracht. Es tat gut, mal einige Tage abzuschalten. Ich bin nun voller Tatendrang für 2020.

Ihr bereitet euch derzeit im spanischen Fuente Alamo auf den zweiten Saisonteil vor. Die Hinrunde der Vorsaison habt ihr auf Rang 13 beendet. Dieses Spieljahr lief bislang deutlich besser. Macht sich das auch im Trainingslager bemerkbar?
Wenn du als Team erfolgreich bist, ist die Stimmung automatisch besser. Mir geht es aber gar nicht konkret um den momentanen Tabellenplatz. Es ist die Art und Weise, wie wir in den vergangenen Wochen und Monaten aufgetreten sind, die mich für die Rückserie zuversichtlich stimmt. Wir dürfen nun nicht nachlassen, sonst kann es ganz schnell auch wieder einige Plätze runtergehen. Noch haben wir nichts erreicht.

Die Fans sind sehr zuversichtlich. Bei der Blau-Weißen Nacht gab es ausschließlich fröhliche Gesichter. Wie hast du den Abend erlebt?
Wir haben in den Gesprächen mit den Fans viel positives Feedback bekommen. Und jeder Einzelne hatte ein Lächeln im Gesicht. Ich finde, es war ein gelungener Abend und gleichzeitig ein Dankeschön an alle Anhänger, die zig Kilometer gereist sind, um uns auch in Spanien zu unterstützen. Das ist Schalke!

Wir haben in den Gesprächen mit den Fans viel positives Feedback bekommen.

Daniel Caligiuri

Legt David Wagner in den Einheiten im Trainingslager einen bestimmten Schwerpunkt?
Wir arbeiten viel im spielerischen Bereich. Wer dabei zuschaut, der sieht, dass die Intensität sehr hoch ist. Das muss aber auch so sein. Wir sind eine Mannschaft, die ein gutes Pressing spielt. Dafür muss jeder Einzelne auf einem Toplevel sein.

Wie sah dein Trainingsprogramm während der freien Tage aus?
Jeder Spieler hat vor der Winterpause einen individuellen Plan bekommen. Ich habe in Rom einen Großteil meiner Übungen im Fitnessraum des Hotels absolviert. Mir war es sicherer, auf dem Laufband Kilometer zu fressen als in den engen Gassen Roms (lacht).

War an den Feiertagen denn etwas mehr und vielleicht auch anderes Essen als sonst erlaubt?
Das gehört dazu. Und es war sehr lecker. Nach den Feiertagen habe ich aber gesagt, dass ich einige Wochen erst einmal keine Pasta mehr essen werde (lacht). Bei der Gewichtskontrolle beim Trainingsauftakt war aber alles in Ordnung.

Mit Michael Gregoritsch ist ein neuer Spieler an Bord. Wie ist dein erster Eindruck von ihm?
Menschlich passt er super ins Team. Das haben schon die ersten Tage gezeigt. Er war sofort ein Bestandteil der Mannschaft und ist super aufgenommen worden. Sportlich wusste ich bereits vorher, was Michael draufhat, da er schon einige Jahre in der Bundesliga spielt. Er ist groß, kopfballstark, hat einen sehr guten linken Fuß. Ich bin überzeugt davon, dass er uns mit seinen Qualitäten helfen wird.

Es ist etwas ganz Besonderes, die Rückserie an einem Freitagabend im eigenen Stadion zu eröffnen.

Daniel Caligiuri

Vor wenigen Tagen ist der baldige Wechsel von Alexander Nübel zu Bayern München bekanntgeworden. Ist das ein großes Thema in eurer Mannschaft?
Natürlich haben wir darüber gesprochen. Er hat uns seine Entscheidung mitgeteilt, diese Entscheidung müssen wir akzeptieren. Alex ist bis zum Saisonende aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Und ich bin überzeugt davon, dass er bis zum letzten Tag alles für den FC Schalke 04 geben wird.

Zum Auftakt der Rückrunde erwartet euch mit Borussia Mönchengladbach eine schwere Aufgabe. Ist es ein Vorteil, dass ihr mit einem Heimspiel in den zweiten Saisonteil startet?
Ich habe ja zuletzt gesagt, dass wir eigentlich immer Heimspiele haben, da unsere Fans uns überall unterstützen – egal ob in der VELTINS-Arena oder in der Fremde. Trotzdem ist es natürlich etwas ganz Besonderes, die Rückserie an einem Freitagabend im eigenen Stadion zu eröffnen. Da wollen wir direkt eine starke Leistung zeigen und punkten.

Was hast du dir für die kommenden Wochen vorgenommen – mit der Mannschaft und auch persönlich?
Wir wollen nicht nachlassen, sondern nachlegen. Die Hinrunde war gut, aber wir haben noch Luft nach oben. Ich selbst möchte zunächst einmal gesund bleiben. Das ist das Wichtigste für einen Fußballer. Zudem möchte ich mit meiner Erfahrung die Mannschaft unterstützen und ein Stück weit führen, damit wir den guten Rhythmus beibehalten, wenn es darum geht, wann man nach vorne spielt und wann hintenrum. Gerade in den letzten Spielen der Hinrunde hatte ich einige Torbeteiligungen. Das soll so bleiben.

Die Fans können sich also schon auf dein obligatorisches Tor im Auswärtsderby freuen?
Das wäre was (schmunzelt). Dort zu treffen ist immer besonders schön. Ich hoffe deshalb, dass ich meine persönliche Derby-Erfolgsserie ausbauen kann.

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