Domenico Tedesco: Ich fühle mich pudelwohl auf Schalke!

Diese Nachricht macht die königsblaue Familie glücklich: Domenico Tedesco hat seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Im Interview mit schalke04.de spricht der Chef-Trainer über seine Identifikation mit dem Verein, seine Ziele und die fußballerische Prägung seiner Mannschaft.

Domenico, welche Überschrift würdest du deiner Vertragsverlängerung geben?
In erster Linie ist es ein sehr großer Vertrauensvorschuss des Vereins. Das war es von Beginn an hier für mich, weil es nicht selbstverständlich ist, einem damaligen 31-Jährigen diese Chance in der Bundesliga zu geben. Ich habe ja immer gesagt, dass ich mich pudelwohl auf Schalke fühle. Ich habe das Gefühl, dass es einfach passt: mit der Mannschaft, mit dem Trainerteam, mit dem Vorstand, den Fans. Ich kann mich zu 100 Prozent mit Schalke 04 identifizieren. Als der Verein dann mit der Idee auf mich zukam, eine neue, längere Vereinbarung zu schließen, habe ich keine zwei Minuten gebraucht, um Ja zu sagen. Das ist für mich eine große Ehre.

Auf welche inhaltlichen Themen werden Christian Heidel und du in den kommenden Jahren den Schwerpunkt legen?
Schalke 04 hat viele Projekte, die spannend und wichtig sind, u.a. das Scouting, die Ausrichtung der Nachwuchsabteilung. Da möchte ich gern Impulse geben. Aber im Vordergrund steht natürlich die Entwicklung der Bundesliga-Mannschaft. Wir haben bereits eine gute Kaderstruktur, die gilt es jetzt immer weiter zu verfeinern. Dass es in diesem Prozess auch einmal Abgänge und Rückschläge geben kann, ist auch klar. Wenn es uns gelingt, gute Leistungen zu bringen, werden unsere Spieler auch umworben werden und es kann passieren, dass z.B. ein Leon Goretzka etwas anderes machen möchte. Das möchten wir auch künftig auffangen können und uns trotzdem verbessern.

Welche Prägung möchtest du den Profis in fußballerischer Hinsicht geben?
Ich habe das schon früher mal so versucht, auf den Punkt zu bringen: Flexibilität als fixer Erfolgsbaustein (lacht). Wir wollen gleichermaßen in der Lage sein, kurze Bälle zu spielen, lange Bälle zu spielen, über die Flügel oder durch die Mitte anzugreifen, so dass wir nicht auf einen Weg zum Erfolg zu reduzieren sind. Sich diese Flexibilität zu erarbeiten, ist aus meiner Sicht die schwierigste Aufgabe – und ganz wichtig für unsere weitere Entwicklung. Nur dann ist man für den Gegner unberechenbar.

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