Fabian Giefer: Mache das schon ein paar Jährchen

Etwas mehr als vier Monate musste Fabian Giefer warten, bis er wieder unter Wettkampfbedingungen für die Königsblauen ran durfte. Anfang August des vergangenen Jahres hatte sich der Keeper beim Testspiel gegen den VfL Bochum eine Adduktorenverletzung zugezogen und seitdem auf sein Comeback hingearbeitet.

„Ich habe mich gefreut, dass ich im Tor stehen und gegen einen interessanten Gegner auflaufen konnte“, sagte Giefer nach dem Testspiel am Samstag (10.1.) gegen Ajax Amsterdam. „Vor allem weil mein letzter Einsatz sehr lange her ist.“ Von Nervosität war beim Schlussmann bei seinem ersten Spiel seit rund vier Monaten nichts zu spüren. „Natürlich ist es immer eine gute Sache, wenn man im Wettkampf Erfahrung und Spielpraxis sammeln kann“, erklärt Giefer. „Aber Ich mache das ja schon seit ein paar Jährchen. Es ist nicht so, dass ich was verlernt habe.“

Dass der 24-Jährige bei seinem Comeback zwei Gegentore hinnehmen musste und Schalke verloren hat, will er nicht überbewerten. Giefer zur Niederlage gegen Ajax: „Gegentore sind immer ärgerlich. Man muss das Ergebnis aber ein wenig relativieren. Es war unser erstes Spiel in der Vorbereitung. Für den Gegner war es eine Generalprobe, Ajax startet in wenigen Tagen in die Rückrunde. Amsterdam war schon deutlich weiter und spritziger.“

Den Königsblauen selbst habe man angemerkt, dass sie vor der Partie drei harte Trainingstage hinter sich hatten. „Trotzdem hat man schon gute Ansätze gesehen“, betont Giefer. Ohnehin bleiben den Knappen auch noch rund drei Wochen Zeit, um die Automatismen einzustudieren. „Diese Zeit brauchen wir auch alle, um auf ein richtig gutes Level zu kommen. Das wird uns auch gelingen. Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt.“

Um topfit in die Rückrunde zu starten, werden die Gelsenkirchener auch in der zweiten Hälfte des Trainingslagers intensiv arbeiten und anschließend auch in der Heimat. „Spiele sind natürlich wichtig. Aber das Große und Ganze passiert in einer Vorbereitung während des Trainings“, so Giefer, der nach seiner Reha keine Probleme mehr mit den Adduktoren hat. „Die Verletzung ist komplett ausgeheilt. Ich habe mich gegen Ajax sehr gut gefühlt und bin in keiner Bewegung eingeschränkt.“

Für Königsblau nicht gerade unwichtig, dass der Keeper wieder topfit ist. Denn aufgrund der Verletzung von Ralf Fährmann wird Giefer zum Rückrundenauftakt der Königsblauen gegen Hannover 96 im Kasten stehen. Seinem Torwartkollegen, der mittlerweile wieder in Deutschland ist, hat Giefer noch mit auf den Weg gegeben, „dass er schnell wieder fit werden soll. Eine Verletzung wünscht man niemandem.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Reinhold Ranftl

Reinhold Ranftl: Das hilft mir, das hilft Memo

Mit einem klugen Pass von der rechten Seite bereitete Reinhold Ranftl beim 5:2-Erfolg gegen den SV Sandhausen das schönste Tor des Tages, den Hackentreffer von Marius Bülter, vor. Im Interview mit schalke04.de spricht der Österreicher über seinen ersten Assist, das anstehende Duell mit dem FC St. Pauli, seinen Landsmann Guido Burgstaller und den Konkurrenzkampf mit Mehmet Can Aydin.

Edu

Das Spiel meines Lebens: Edú über die magische Nacht von Mailand

57 Pflichtspiele absolvierte Eduardo Goncalves de Oliveira, Fans besser bekannt als Edú, für den FC Schalke 04 – das denkwürdigste am 5. April 2011 in Mailand. Beim 5:2-Erfolg gegen Champions-League-Titelverteidiger Inter knipste der Brasilianer, der am Dienstag (30.11.) seinen 40. Geburtstag feiert, doppelt. In der Interview-Reihe „Das Spiel meines Lebens“ blickt schalke04.de zusammen mit ehemaligen Schalkern auf legendäre Auftritte im königsblauen Trikot zurück.

Marvin Pieringer

Marvin Pieringer: Wir treten uns nicht gegenseitig auf die Füße

Im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 erzielte Marvin Pieringer zuletzt sein erstes Pflichtspieltor im blau-weißen Trikot. Nach dem Geschmack des Angreifers sollen in den kommenden Wochen weitere Treffer folgen – die dann auch für einen Sieg sorgen. Im Interview mit schalke04.de spricht der 22-Jährige über die ersten Monate bei den Königsblauen, Besuche der Familie, die Atmosphäre in der VELTINS-Arena, sein Premierentor, wichtige Einsatzminuten in der U23 und das anstehende Duell mit Werder Bremen.

Rouven Schröder

Rouven Schröder im Kreisel-Interview: Ich brauche dieses Feuer

Nach dem harten Aufprall in der Zweiten Liga stand Rouven Schröder im Juni gleich zum Auftakt seiner königsblauen Karriere vor einem Scherbenhaufen. Im ausführlichen Interview mit dem Schalker Kreisel erklärt der 46-jährige Sportdirektor, warum er die Aufräumarbeiten nicht gescheut hat, welche Arbeitsphilosophie er bevorzugt und was ihn generell antreibt im Leben.