Fabian Reese: Davon habe ich immer geträumt

Fabian Reese, gegen Nizza haben Sie Ihre Premiere auf internationalem Parkett gegeben. Wie war das Gefühl?

Beim Europa-League-Debüt vor über 50.000 Zuschauern aufzulaufen und dann auch noch zu gewinnen? Es geht eigentlich nicht noch besser. Es war überragend, ein sehr schönes Gefühl. Davon habe ich immer geträumt. Natürlich war anfänglich ein bisschen Nervosität dabei. Aber für die Chance hat man im Training gearbeitet, dann möchte man sie auch nutzen. Wenn man erstmal auf dem Platz steht, ist jegliche Nervosität verflossen.

Beinahe hätte es auch mit einem Tor geklappt. Ärgern Sie sich noch über die vergebene Chance?

Ich habe mir die Szene noch oft angeschaut. Ich dachte eigentlich, ich müsste ins kurze Eck schießen, habe aber zu spät gesehen, dass der Torwart schon fällt. Eigentlich hätte ich in die lange Ecke abschließen müssen, deswegen ärgert es mich total. Den muss ich machen, dann wäre es perfekt gewesen.

Zuletzt durften Sie immer mehr Luft bei den Profis schnuppern. Wie wichtig ist das für die eigene Entwicklung?

Auf diesem Niveau ist es nochmal etwas anderes als in der Jugend oder der Zweiten Mannschaft, natürlich. Ich bin für jede Minute dankbar und versuche, meine Chance zu nutzen. Die erfahrenen Spieler haben mir dabei zuletzt sehr geholfen.

Ich bin für jede Minute dankbar und versuche, meine Chance zu nutzen.

Gerade auf Schalke schaffen Talente aus der Knappenschmiede häufig den Sprung in die Bundesliga. Haben Sie spezielle Vorbilder im eigenen Verein?

Jeder, der es aus der Knappenschmiede ins erste Team geschafft hat, ist für mich ein Vorbild. Man muss viel Geduld mitbringen, 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft dalassen und Spaß am Fußball haben. Nur so funktioniert es. Ich hoffe natürlich, dass es in den nächsten Wochen weiter so läuft wie bisher, ich meine Einsätze sammeln kann und die Chance bekomme, mich zu zeigen.

Vor dem Spiel in Salzburg steht bereits fest: Schalke ist Gruppensieger, die Gastgeber sind indes ausgeschieden. Hat die Begegnung trotzdem einen sportlichen Wert?

Unsere Fans werden wie in Leipzig die Hütte abreißen und uns bis zur letzten Minute unterstützen. Deshalb wollen wir unbedingt eine gute Leistung zeigen und Salzburg schlagen. Wir wollen am besten sechs von sechs Spiele in der Europa League gewinnen. Deswegen geht’s um relativ viel.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Peter Knäbel

Peter Knäbel: Nicht jammern, sondern anpacken

Eine unvergleichliche Saison 2019/2020 liegt hinter der Knappenschmiede. Die Corona-Krise setzte Mitte März dem Spiel- und Trainingsbetrieb ein jähes Ende und stellte alle Beteiligten vor nie dagewesene Herausforderungen. Aus sportlicher Sicht wurde an einigen Stellschrauben gedreht, und das eine oder andere Nachwuchstalent schnupperte Bundesliga-Luft. Im Interview mit schalke04.de zieht Peter Knäbel, Technischer Direktor Knappenschmiede und Entwicklung, eine erste Bilanz.

Oliver Held

Oliver Held im Kreisel-Interview: Ich wäre der sechste Schütze gewesen

Vor 25 Jahren warf sich Oliver Held in ein königsblaues Abenteuer, das aus dem zuverlässigen Mann in zweiter Reihe einen Eurofighter und Vizemeister machte. Im neuen Schalker Kreisel blickt der 47-Jährige auf sechs unvergessliche Spielzeiten im S04-Trikot zurück.

Nassim Boujellab

Nassim Boujellab im Kreisel-Interview: Unmaskiert

Hinter Nassim Boujellab liegen bewegte Monate. Über sein erstes Profijahr und die eigenen Wurzeln spricht der 21-Jährige im neuen Schalker Kreisel.

Martin Max

Martin Max: Schalke gewinnt, aber Philipp trifft!

Wenn der FC Schalke 04 gegen den FC Augsburg spielt, schlagen stets zwei Herzen in der Brust von Martin Max. Der Grund: Bei den Fuggerstädtern spielt mit Philipp der Sohn des Eurofighters. Im Interview mit schalke04.de spricht der zweimalige Bundesliga-Torschützenkönig über das Duell am Sonntag (24.5.) in der VELTINS-Arena. Weitere Themen des Gesprächs: der Jahrestag des UEFA-Cup-Triumphs, die Situation in der Knappenschmiede und seine aktuellen sportlichen Aktivitäten.