Fabian Reese: Den nächsten Schritt gehen

Nach seiner halbjährigen Leihe ist Fabian Reese wieder in Gelsenkirchen. Nicht nur das: In beiden bisherigen Bundesligapartien sammelte der 19-Jährige jeweils einige Spielminuten. Auf schalke04.de blickt das königsblaue Eigengewächs auf den Saisonstart zurück und erklärt, welche Erfahrungen aus seiner Zeit beim Karlsruher SC ihm nun weiterhelfen.

Fabian Reese

Fabian Reese, derzeit sind viele Spieler auf Länderspielreisen. Dementsprechend ist die Trainingsgruppe eher übersichtlich. Hat man da überhaupt Spaß auf dem Fußballpatz?
Ja, es macht viel Spaß im Training. Auch in der kleinen Gruppe trainieren wir gut und intensiv. Es tut mir gut, fest zur Mannschaft dazuzugehören.

Du bist nicht nur im Training ein fester Bestandteil des Teams, sondern wurdest auch in beiden Bundesligaspielen dieser Spielzeit eingesetzt.
Die Anfangsphase der Saison hat gezeigt, dass der Trainer mir vertraut und mir die Chance gibt, zu spielen. Das gibt einem natürlich ein gutes Gefühl. Ich stand jedes Mal im Kader und wurde zweimal eingewechselt. Dementsprechend bin ich mit meinem persönlichen Saisonstart zufrieden.

Als Mannschaft musstet ihr nach dem Auftaktsieg gegen RB Leipzig eine Niederlage bei Hannover 96 hinnehmen.
Gegen Leipzig haben wir einen wirklich guten Start hingelegt. Das Spiel in Hannover verlief unglücklich. Ich kam in der Schlussphase auf den Platz und hatte kurz darauf noch eine Chance auf dem Fuß. Mit etwas Glück geht der Ball rein, das hatten wir an dem Tag allerdings nicht. Wir haben aber unsere Lehren daraus gezogen.

Nach einem halben Jahr Abstinenz trägst du seit diesem Sommer wieder das S04-Logo auf der Brust.
Das macht mich sehr froh. Ich spiele schon seit mehreren Jahren hier, angefangen in der Jugend. Im vergangenen Jahr habe ich den Sprung in den Profikader geschafft. Nach der Ausleihe zum Karlsruher SC bin ich nun wieder zurück. Darüber freue ich mich natürlich.

Wie hast du die Zeit in Karlsruhe empfunden? Welche Erfahrungen konntest du sammeln?
Über allem steht, dass wir in die 3. Liga abgestiegen sind, was natürlich sehr schade war. Dennoch konnte ich viele positive Erfahrungen sammeln. Ich durfte regelmäßig spielen und konnte den Fußball kennenlernen, der in der 2. Bundesliga gespielt wird. Dieser ist sicher etwas körperbetonter. Und auch der Druck, der im Abstiegskampf auf einem lastet, ist eine wertvolle Erfahrung für mich. Insgesamt hat mir die Zeit sehr gut getan und mich sicherlich weitergebracht.

Der Trainer lobt dich für deine Vielseitigkeit. Hilft dir diese, um auch auf Schalke den nächsten Schritt zu gehen?
Definitiv. Als junger Spieler ist es wichtig, vielseitig einsetzbar zu sein. In der Vorbereitung habe ich einige Testspiele auf der Außenverteidigerposition bestritten. Aber auch offensiv bin ich variabel einsetzbar und kann sowohl im Zentrum als auch auf den Außen spielen. Im jetzigen System sehe ich mich am ehesten auf dem rechten Flügel. Am wichtigsten ist jedoch, dass ich überhaupt aufgestellt werde. Dann gebe ich auf jeder Position 100 Prozent.

Die Saison ist noch sehr jung. Welche persönlichen Ziele hast du dir gesteckt?
Ich erwarte von mir selbst, dass ich den nächsten Schritt gehe und mich fest in der Mannschaft etabliere. Ich möchte meine Eisatzzeiten sammeln und so viel wie möglich lernen, gerade von unseren erfahrenen Spielern.

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