Franco Di Santo: Vertrauen mit Leistung zurückzahlen

In den vergangenen Spielen nahm Franco Di Santo eine etwas veränderte Rolle bei den Königsblauen ein. Und die Position scheint ihm zu liegen. Auf schalke04.de spricht der Argentinier über seine aktuelle Verfassung, den Dreier-Sturm mit ihm Guido Burgstaller und Breel Embolo sowie die kommenden Aufgaben.

Franco, wie geht’s dir?
Ich fühle mich gut, das gesamte Team ist in einer guten Verfassung. Wir trainieren hart und sind auf dem richtigen Weg. Ich hoffe, dass wir die Woche mit einem positiven Gefühl abschließen und in Leverkusen etwas Zählbares mitnehmen können.

Du sprichst das Spiel gegen die Werkself an. Was erwartest du für eine Partie?
Es wird ein sehr schwieriges Spiel, das ist uns allen bewusst. Ich denke, es wird ähnlich wie gegen Hoffenheim. Leverkusen hat ebenfalls eine Mannschaft mit sehr viel Qualität. Aber wir kennen und glauben an unsere Stärken. Leverkusen wird uns genauso viel Respekt entgegenbringen wie wir ihnen. Wir sind guter Dinge, dass wir dort drei Punkte einfahren werden.

Was bedeuten würde, dass ihr Bayer in der Tabelle vorerst wieder hinter euch lassen würdet …
Wir versuchen, nicht auf die Tabelle zu schauen, sondern bereiten uns fokussiert auf die kommende Aufgabe vor. Nach dem Spiel gegen Leverkusen schauen wir nur auf Berlin und so weiter. Wir wissen, dass es an uns liegt. Wenn wir einen guten Job machen und viele Spiele gewinnen, werden wir unsere Ziele erreichen.

Wir sind am erfolgreichsten, wenn wir als Team auftreten.

Franco Di Santo

Was sind die Gründe für deine gute Form?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woran es im Detail liegt. Ich arbeite immer sehr hart und gebe auf jeder Position alles. Es macht keinen Unterschied für mich persönlich, ob ich aus dem Mittelfeld komme oder ganz vorne eingesetzt werde. Natürlich sind die Aufgaben auf den verschiedenen Positionen unterschiedlich. Ich mache das, was am besten für die Mannschaft ist. Denn wir sind am erfolgreichsten, wenn wir als Team auftreten.

Aber du würdest zustimmen, wenn wir sagen, dass es diese Saison besser für dich läuft als in den vergangenen beiden Spielzeiten …
Ja, das stimmt. Wenn das gesamte Trainerteam dir das Vertrauen ausspricht und dir vermittelt, dass du ein wichtiger Teil des Teams bist, ist das sehr wichtig für dein eigenes Selbstvertrauen. Das hat mir in den vergangenen beiden Spielzeiten etwas gefehlt. Dementsprechend glücklich und zufrieden bin ich. Ich werde weiter alles geben, um dem Coach das Vertrauen mit Leistung zurückzahlen zu können.

Zuletzt hast du gemeinsam mit Guido Burgstaller und Breel Embolo einen Dreier-Angriff gebildet. Wie beurteilst du eure Auftritte?
Auch wenn es in München zu nichts Zählbarem gereicht hat: Wir haben in den vergangenen beiden Spielen einen sehr guten Job gemacht. Keinen von uns Dreien interessiert es, wer die Tore schießt. Wir beschäftigen uns nur damit, wie wir gemeinsam die Siege einfahren. Das ist in meinen Augen die größte Stärke, die wir haben. Auf dem Platz oder in der Kabine spielt es keine Rolle, wer die meisten Tore erzielt hat.

Wie gehst du mit den lobenden Worten zu deinen vergangenen Leistungen um?
Natürlich ist es schön, positive Kritiken zu bekommen. Viele Personen haben nach dem Bayern-Spiel gesagt, dass es eines meiner besten Spiele war. Meiner Meinung nach war es definitiv nicht mein stärkster Auftritt. Ich habe schon besser gespielt, aber eben nicht getroffen. In dieser Partie ist mir ein Tor gelungen, deswegen verbinden es viele mit einer sehr starken Leistung. Ich denke, ich habe in dieser Saison schon viele gute Spiele gehabt. Aber jeder erwartet Tore von mir. Wenn ich nicht treffe, ist es pauschal eine schwache Leistung. Ich versuche natürlich, immer zu treffen. Aber selbst wenn ich keine Tore erziele, hänge ich mich voll für das Team rein und kämpfe für den Erfolg. Man kann nicht immer sagen, dass ein Spiel für mich nur dann erfolgreich ist, wenn ich treffe. Ich freue mich, wenn die Leute sehen, dass ich auch viele andere Aufgaben auf dem Platz erledige.

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